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Infos ab 10.4.2006
zur Markgräflerland-Seite
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Home >Markgraeflerland >Markgraeflerland4
Ihre
Idee hier veröffentlichen oder weiter geheimhalten?

Blick nach Norden über Mauchen zum Himmelberg am
2.11.2006
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Ortschaft mit Belchen im Hintergrund - Wer kennt sie? >Markgraeflerland4
(6.1.2011)
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Sternstunden beim Adventsmarkt an vier Adventswochenenden >Badenweiler1
(2.11.2010)
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Sulzbach als Grenze zwischen Markgräflerland und Breisgau
>Markgraeflerland4 (30.10.2010)
-
Heimattage Markgraeflerland 15.5. bis 17.11.2010 >Markgraeflerland4
(2.5.2010)
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Ein
Dorf am Pranger >Ballrechten-Dottingen1 (20.12.2009)
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Ferienbetreuung am Castellberg: Hekatron, MTT-aktiv, Sparkasse, EOS
>Ballrechten-Dottingen1 (17.8.2009)
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Distelfalter: Wanderfalter von Afrika über Südbaden nach Skandinavien
>Schmetterlinge (19.5.)
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Einweihung des neuen Kali-Museums des Bergmannsvereins >Buggingen
(19.5.2009)
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Altes Schulhaus: Eröffnung als Projekt- und Kulturhaus >Vogelbach
(29.4.2009)
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Gegner fordern Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim >Rhein1
(17.3.2009)
-
Krippenausstellung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus >Krozingen1
(13.11.2008)
-
Nüsse sind
nahrhaft - Karin Bolanz aus Zunzingen >Nuss (31.10.2008)
-
Walnuss: Edelstes
Möbelholz oder billiges Brennholz
>Markgraeflerland4 (30.10.2008)
-
Ein Schloss kommt aus dem Abseits - aber weniger
Spenden >Buergeln (18.10.2008)
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Geschichtsverein
tagt - Schwerpunkt Schallstadt >Markgraeflerland4 (7.10.2008)
-
Flug-Weltrekord mit Turbinen von Jet-Cat - Glückwünsche
>Ballrechten-Dottingen1 (6.10.08)
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Tastenzauber: Akkordeon und Hang in der Martinskirche >Muellheim (1.10.2008)
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Besucherzahlen
steigen: Abwechslungsreiches Halbjahresprogramm >Buergeln (22.8.2008)
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Zeltplätze im Markgräflerland immer beliebter
>Camping1 (21.8.2008)
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Tourismus: Zahl der Gästeankünfte steigt,
Verweildauer aber kürzer >Markgraeflerland4 (21.8.)
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In Tannenkirch ziehen alle gemeinsam an
einem Strang >Tannenkirch (7.8.2008)
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Parallelwelten entlang der Autobahn A5 >Markgraeflerland4 (11.7.2008)
-
GAUKLERSpiel - Open Air
im Museums-Innenhof >Muellheim1 (29.7.2008)
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Aus aller Welt: Angelina und Brad - oder Antonia und Frieder
>Hotzenwald1 (17.7.2008)
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Von wegen Müll-Heim: Mulinhaimo, Stadt der Mühlen feiert 1250-Jähriges
>Muellheim (12.7.08)
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Erster "Permanenter Markgräfler
Rebwanderweg" in Buggingen >Buggingen (12.7.2008)
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Bienensterben: Zusammenhang zu Maisaussat
>Imker2 (20.5.2008)
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Hardtbrücke nach Erich Dilger und Alain Foechterlé benannt >Fessenheim
(19.5.2008)
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Demografie-Spiegel: Kommunen vergleichen Sozialdaten online
>eGemeinde1 (9.5.2008)
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Projekt Kunstakademie für behinderte Menschen Heitersheim: Spender gesucht
>Kunst2 (7.5.)
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MUT will
offensiver argumentieren >Buergerinitiativen1 (30.4.2008)
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Zweiter
Grenzüberschreitender Rheinmarkt – ein Bauernmarkt
>Neuenburg (30.4.2008)
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Neue
Broschüre des Geschichtsvereins: Mülheim und Bad Krozingen
>Markgraeflerland1 (28.4.)
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Stadtwerke Müllheim und Staufen: Badenova hat Nachsehen
>Muellheim1 (26.4.2008)
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Letzte Bergwerksbetreiberin für Sanierungsplan verantwortlich
>Buggingen (16.4.2008)
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Bremgarten: Sonderlandeplatz, Ultraleichtflugzeug, Flugzeugmechaniker
>Eschbach (12.4.2008)
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Martin Waßmer zum Beginn der Ernte 2008 in Bad
Krozingen >Spargel (3.4.2008)
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Obstbau-Lehrpfad geplant
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Bestandsgefährdung von Streuobstwiesen >Eggenertal1 (28.3.2008)
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Jugendliche greifen Polizei in Tankstelle an >Muellheim1
(20.3.2008)
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Lindenbaum bei Lederfabrik Bopp nach illegelem Ansägen nun gefällt
>Staufen1 (20.3.2008)
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Kunsthistoriker Ehrenfried Kluckert neuer Leiter des Schlosses >Buergeln
(1.3.2008)
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Ekkehart Meroth 10 Jahre Bürgermeister: Stolz auf prosperierende Kurstadt
>Krozingen1 (19.1.08)
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Blütentelefon - Neue Gedanken zur Internetseite
Egenertal.de >Eggenertal1 (15.1.2008)
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Geschichts- und Kulturkreis: Pflege des
kulturellen Erbes >Neuenburg (5.1.2008)
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Kinderärztlicher Notdienst jetzt auch
abends ab 18 Uhr >Markgraeflerland4 (3.1.2008)
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Alle Welt pilgert auf
den Hochblauen >Blauen (28.12.2007)
-
Drillinge: Lia, Amaya und Eleni halten die Eltern auf Trab >Baby
(11.12.2007)
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Benedikt Burget, Gerhard Stichling: Mehr notleidende Menschen
>Markgraeflerland4 (1.12.07)
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Markgräfler Krebsvorsorgetag am 2.12. im Bürgerhaus Müllheim
>Krebs1 (27.11.2007)
-
Neue Bürgerstiftung zur Unterstützung von Hauptschülern
>Krozingen (21.11.2007)
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Reingerhof:
Dreijährige
Rebpatenschaften als Geschenkidee >Istein (19.11.2007)
-
Kulturführer Markgräflerland: neues Kompendium
von Peter Martens
>Markgraeflerland4 (12.11)
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Heilig-Kreuz-Kapelle in Neuenburg am Rhein >Kapellen1 (9.11.2007)
-
Der Lamech in der Pfarrkirche St. Katharina - Freskenzyklus um 1300 >Huegelheim
(24.10.07)
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Boden um Olivenbäume am B3-Kreisel wird beheizt >Muellheim1 (19.10.2007)
- Werbung in der
Landschaft und an Strassen >Werbung
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Mir sin
uusbuecht am Wucheend (1.9.2007)
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Christoph Bayer am Hardthof in Hartheim:
Absage an Gentechnik (13.8.2007)
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Elsass
- Markgräflerland - Kaiserstuhl: "Kleines Ruhrgebiet" am Oberrhein
>Elsass1 (22.7.2007)
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Bürgerpreis 2007 im Gebiet Staufen-Breisach in Bad Krozingen >Buergerpreis
(20.7.2007)
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Bio muss
Bio sein: AGUS kritisiert EU-Bio-Siegel >Bio (16.7.2007)
-
Tannenkircher
Steingässle-Weg >kandertal1 (13.7.2007)
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Dieses Jahr ist gut Kirschen essen (11.6.2007)
-
Drillinge: Junges Studentenpaar freut sich und braucht finanzielle
Hilfe >Baby (8.6.2007)
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Nochmals Nein zur TREA II - Keine zweite Müllverbrennungsanlage (1.6.07)
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Zwei Ufer, drei Brücken: 70 km rheinüberschreitendes Radwegenetz >Fessenheim
(26.5.2007)
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Starke Mütter: Simone Steiniger gründet Selbsthilfegruppe >Buggingen
(22.5.2007)
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Obstbaubetriebe in Huttingen und ihre Sorgen >Efringen-Kirchen1 (11.5.2007)
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Nein zur TREA II: Keine zweite Müllverbrennungsanlage im Markgräflerland
>Klima1 (9.5.2007)
-
Kunsthandwerkermarkt am
Castell >Eschbach (8.5.2007)
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Besucherrückgang mindert die Erfolgsbilanz - neues Werbekonzept
>Buergeln (7.5.2007)
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Störche in Hertingen: Er aus Herbertingen, sie vom Kaiserstuhl >Bellingen1
(27.4.2007)
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Erweiterung des Golfresorts? Es gibt keine Pläne für 150 Häuser
>Bellingen1 (28.3.2007)
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Es braucht Mut, bei der Markgräfler Tafel einzukaufen - Hilfsangebot
>Muellheim1 (9.3.2007)
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Farbschmierereien am Kreuz
im Weinberg >Kirchofen (4.2.2007)
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2006 von ehrenamtlichem Engagement geprägt
>Bellingen (18.1.2007)
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Am Oberrhein
geht die Angst vor dem "Atomklo" um >AKW7 (18.1.2007)
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Heitersheim und Ballrechten-Dottingen: Wohnwert in 20 Jahren
gesteigert >Heitersheim (30.12.06)
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Türmli
in Malsburg macht nach 13 Jahren zu >Malsburg-Marzell (30.1.2006)
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Mensch, Natur und Umwelt am Südlichen Oberrhein - Rückblick 2006
>TriRhena1 (19.12.2006)
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Kürzung der Ortsvorsteher-Gehälter: Beispiel Sulzburg macht keine Schule
>Markg4 (18.12.)
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Rumänienhilfe Siebenbürgen von Rosila Beer
in Bad Krozingen >EineWelt4 (18.12.2006)
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Saatmais aus Heitersheim
>Saatgut (15.12.2006)
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Metrobasel - eine trinationale Vision im Dreiland >TriRena1 (21.11.2006)
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Bammerthüsli am
Rebberg wieder aufgebaut >Istein (20.11.2006)
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29 Jungwinzer sind nun
freigesprochen (8.11.2006)
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Weinbaupionier
Blankenhorn hat Wurzeln in Obereggenen (7.11.2006)
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Aktuelle Infos zum Markgräflerland am 10.4.2006
>Markgraeflerland3
Ortschaft mit
Belchen im Hintergrund - Wer kennt sie?
Kennen Sie diese Ortschaft - rechts hinten der
Belchen?
Das Gemälde ist ausgeführt in Öl auf Karton
und hat die Maße ca. 65 x 45. Ursprünglich war das Gemälde unten rechts
signiert. Um es in den auf dem Foto zu sehenden Rahmen zu bringen, hat jedoch
irgendein Banause das Gemälde unten leicht beschnitten und dabei den Großteil
der
Signatur entfernt. Man kann nur noch die anderthalb letzten Schriftzeichen
erkennen.
Vielleicht ist es Ihren möglich, das Gemälde einzuordnen, vielleicht ist ja
sogar der Maler als lokaler Künstler der Zeit m.E. ca. 1920 bekannt. Auffällig
ist die Kirche im basilikalen Stil (Turm neben dem
Hauptschiff), sodann sieht man ein Gebäude mit Treppengiebel, viele Rundbögen
aus Sandstein (?).
Auch die weiß blühenden Obstbäume und der Weinberg rechts im Bild sind
bemerkenswert. Im Hintergrund liegen zwei ebenfalls auffällige Berggipfel. Der
rechte Berg muß aufgrund seiner runden Kuppe der Belchen sein. Folgerung: Der
Ort liegt im Markgräflerland - so zwischen Munzingen im Norden und Heitersheim?
Vielen Dank für Ihre
Einschätzung
6.1.2011
 
Sulzbach als
Grenze zwischen Markgräflerland und Breisgau
Immer wieder wird der Breisgau – vor allem der Südliche – als Teil des
Markgräflerlandes bezeichnet. Christian Hodeige berichtet über Sternekoch Fritz
Zehner. Er sei ein "Markgräfler Urgestein". Zehner ist gebürtiger Grunerner
(Stadtteil von Staufen) und lebt seit Jahren in Pfaffenweiler bei Freiburg, also
im Breisgau. Das Markgräfler Weinfest findet seit 1959 paradoxerweise im
breisgauischen Staufen statt, was zu Verwirrung führen kann. Dies hängt damit
zusammen, dass die wenig auf Erdkunde und Geschichte achtenden Manager der
Winzergenossenschaften und deren Werbeagenturen die Weinbauregion, in der der
Markgräfler (Gutedel) wächst, fälschlicherweise vom Hochrhein über den Sulzbach
hinaus bis Freiburg ausgedehnt haben. Es ist aber eine Tatsache, dass die
historische Grenze zwischen Markgräflerland und Breisgau der Sulzbach ist. Vor
der Reformation reichte der Breisgau sogar bis an den Hochrhein!
Werner Schäffner, Staufen, 28.10.2010
 
Heimattage
Markgraeflerland 15.5. bis 17.11.2010
2010 blickt ganz Baden-Württemberg auf das
Markgräflerland: Die neun Gemeinden Auggen, Badenweiler, Ballrechten-Dottingen,
Buggingen, Eschbach, Heitersheim, Müllheim, Neuenburg am Rhein und Sulzburg
richten gemeinsam die Heimattage
Baden-Württemberg aus. Jahr für Jahr sind die Heimattage Baden-Württemberg ein
facettenreiches Schaufenster für das Land – und dies schon seit drei
Jahrzehnten. 2010 gibt es eine Innovation: Zum ersten Mal werden neun Kommunen
im Markgräflerland gemeinsam Gastgeber sein. Programm und Infos auf
www.heimattage-markgraeflerland.de
2.5.2010
 
Baum des Jahres 2008 ist die
Echte Walnuss. Sie prägt das Markgräflerland und liefert eines der wertvollsten
Edelhölzer. Edelstes
Möbelholz oder billiges Brennholz
Echte Walnuss (Juglans regia) heißt er, der Baum
des Jahres 2008. Er bevorzugt Weinbauklima und prägt das Markgräflerland. Alles
an diesem Baum ist wertvoll und verwertbar: Er liefert nahrhafte Nüsse, Blätter
und Rinde enthalten Gerb- und Bitterstoffe, und sein Holz gehört zu den edelsten
weltweit. Viele Biedermeiermöbel sind aus dem Holz der Walnuss gefertigt. Erst
mit 80 bis 120 Jahren ist die Walnuss in einem "schlagbaren" Alter, sagt Albert
Schwald, Holzfachmann aus Lipburg. Derzeit bringt ein Festmeter auf dem
Holzmarkt einen Erlös von etwa 2000 bis 6000 Euro – falls der Baum gerade
gewachsen und der Stamm mindestens 2,60 Meter hoch ist. Schon eine kleine
Krümmung verursacht Spannungen, die das Holz spalten können. Der aktuelle Bedarf
ist so gestiegen, dass Deutschland Nussbaumholz importieren muss. Das hätte man
verhindern können, sagt Schwald. Der 73-Jährige erinnert sich, dass in seiner
Kindheit an der Stelle eines jeden gefällten Baumes ein neuer gepflanzt und
"sorgsam gepflegt" wurde.
Speziell bei Nussbäumen haben unsere Vorfahren aber unterschieden, ob der Holz-
oder Nussertrag im Vordergrund steht, erklärt der Müllheimer Baumpfleger Ulrich
Pfefferer. Bäume an Straßenrändern dienen der Ernte. Im Britzinger Wald habe
Förster Otto Engler jedoch "zukunftsweisend vorbildlich" Nussbäume gepflanzt,
die schön gerade stehen und der Wertholzerziehung dienen. Wenn man früher schon
feinfühliger mit Nachpflanzungen umgegangen wäre – auch außerhalb der
Forstbezirke – könnte man heute jeden Nussbaum abernten und sein edles Holz
teuer verkaufen, sagt Ulrich Pfefferer. Das erfordert jedoch Fachwissen. Das
junge Pflänzchen muss an einem Pfahl angebunden, regelmäßig gewässert und in den
ersten zehn Jahren fachgerecht "aufgeastet" werden, damit der Stamm über 2,60
Meter gerade hoch wächst. Wer ohne Fachkenntnis pflanzt, habe keine Freude
damit, mahnt Albert Schwald. Das werde von Behörden und Kommunen teilweise noch
heute falsch eingeschätzt. Er unterstelle den Bauhöfen und Straßenbauämtern
nicht, dass sie achtlos mit der Natur umgehen, aber: "Das sind halt keine
ausgebildeten Experten. Die haben ja auch genug andere Aufgaben."
Beispiele für unsachgemäß gepflanzte Bäume gibt es genug. An der alten Straße
von Müllheim nach Neuenburg stehen 50 Nussbäume. Nur zwei wachsen so aufrecht,
dass sie für den Holzverkauf geeignet sind. Alle anderen bezeichnet Schwald als
"furchtbari Krucke". Ähnlich sehe das auch mit Kirschbäumen an der Bundesstraße
3 in Richtung Auggen aus. Ob Kirsch- oder Nussbaum: "Da wird statt edelstem
Möbelholz billiges Brennholz gezüchtet." Der Mensch sei gegenüber der Natur und
nachfolgenden Generationen aber verpflichtet, jeden Baum zu ehren und ihn der
bestmöglichen Verwertung zuzuführen, befindet Schwald, zum: "ein gerader Baum
genauso schnell wächst wie ein krummer und knorriger." Zum Glück finde seit
geraumer Zeit ein Umdenken statt, freut sich Ulrich Pfefferer. Die Stadt
Müllheim führe sei vielen Jahren ein Baumkataster und arbeite bei Pflanzungen
eng mit Experten zusammen. Als "Paradebeispiel" sehe er die Blutpflaumen in der
Schillerstraße. Auch die Stadt Neuenburg sei vorbildlich, da sie die
Verantwortung Gärtnermeister Norbert Selz übertrage. "Die Kommunen sind auf
einem guten Weg. Daran sollte sich die Straßenbaumeisterei ein Beispiel
nehmen",meint der Baumpfleger. Viel Zeit – mindestens 80 Jahre – braucht ein
Nussbaum, bevor sein wertvolles Edelholz geschlagen werden kann. Und langsam,
wie das Baumwachstum, reift auch das Bewusstsein um den Erhalt der Naturschätze.
Ulrich Pfefferer ist zuversichtlich: "Man muss den Menschen Zeit für ihre
Erkenntnisse geben." Die ursprüngliche Heimat des Nussbaums ist Südosteuropa,
Asien bis hin zum Himalaja. Er kann bis zu 25 Meter hoch und 150 Jahre alt
werden. Das ziemlich schwere und warme Holz mit seinem grau- bis schwarzbraunen
Farbkern ist gefragt. Daraus macht man Möbel, Uhrengehäuse, Parkett,
Schachfiguren, aber auch Musikinstrumente und aus seinen Wurzelknollen schönste
Maserfurniere. Das Holz eignet sich auch als Ersatz für rar werdendes
Tropenholz, wie Palisander. Der Klimawandel schadet dem Nussbaum nicht. Im
Gegenteil. Die zunehmende Wärme kommt ihm sogar zugute. Das ist ja auch der
Grund, warum die Walnuss bevorzugt in Weinbauregionen zu finden ist. Albert
Schwald sagt: "Wo e guete Wii gedeiht, wachse au schöni Nussbäum’."
30.10.2008, www.badische-Zeitung.de
 
Die Herbsttagung des Geschichtsvereins
Markgräflerland findet am kommenden Sonntag, 12. Oktober, in Schallstadt-Mengen
statt. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr in der Alemannenhalle in
Schallstadt-Mengen. Bürgermeister Jörg Czybulka wird die Gemeinde vorstellen. Es
folgt ein Vortrag von Horst Reuter über Martin Waldseemüller. Nach dem
Mittagessen stehen Neuwahlen auf dem Programm und es gibt Informationen über den
Ort und das Schloss Munzingen. Eine Besichtigung der St. Erentrudiskapelle in
Munzingen schließt sich an. Die Beiträge in der jüngsten Ausgabe der
vereinseigenen Schriftenreihe "Das Markgräflerland" sind schwerpunktmäßig der
Gemeinde Schallstadt gewidmet. Wie immer sind auch Nichtmitglieder willkommen.
Der Herbstband 2/2008 des Geschichtsvereins Markgräflerland mit einem Umfang von
168 Seiten kann beim Verein über Horst Oettle (Telefon/Fax 07622/9517) zum Preis
von 14,80 Euro bestellt werden.
7.10.2008
Markgräfler
Geschichtsverein tagte: Buch zur Maginger Marca >Mengen (20.10.2008)
 
Tourismus: Zahl der Gästeankünfte steigt,
Verweildauer aber kürzer
Kurzurlaub ist angesagt. Ins
Markgräflerland kommen zwar viel mehr Gäste als früher, aber manche bleiben nur
für eine Nacht. Ausnahmen gibt es in den Kurorten Badenweiler und Bad Bellingen.
Dort verweilen die Touristen im Schnitt eine Woche. Im Trend liegt nach wie vor
der Urlaub im Zelt oder Wohnwagen. Die Badische Zeitung fragte in fünf Gemeinden
der Region nach, wie es um den Tourismus im Markgräflerland bestellt ist.
Die meisten Feriengäste hat das Heilbad Badenweiler, vorrangig im Frühjahr und
Herbst. Im Vorjahr wurden 67 000 Ankünfte gezählt und 440 000 Übernachtungen.
Sechs Prozent davon schlagen als Campingübernachtungen zu Buche. Die Zahlen in
diesem Jahr belegen ein leichtes Plus, informiert Patrick Schreib von der
Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT). Die meisten Gäste kommen aus
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Stärkster Auslandsmarkt für das
Heilbad ist die Schweiz. Den Urlaubern stehen 2700 Betten zur Verfügung,
darunter 1200 in Hotels und 740 in Kliniken. Sehr beliebt ist auch der
Campingplatz in Oberweiler. Auf 100 Stellplätzen werden jährlich bis zu 27 000
Übernachtungen registriert.
Weil die Touristen kürzer verweilen und heute jünger sind, muss man ihnen viel
bieten, sagt Schreib. Badenweiler offeriert deshalb Pauschalangebote mit und
ohne Übernachtungen und mit sportlichen Aktivitäten. Jeder Gast kann sich die
Arrangements inklusive der Attraktionen in der Cassiopeia-Therme nach Belieben
und nach dem Baukastenprinzip selbst zusammenstellen.
Im Kurort Bad Bellingen ist die Zahl der Ankünfte verglichen mit 2007 um 37
Prozent gestiegen, erklärt aus dem Rathaus Edgar Muglin. Das hat seiner Meinung
nach einen guten Grund: Zum einen war dieses Jahr die Fußballeuropameisterschaft
mit Spielen in Basel, zum anderen gibt es neuerdings die "Konus" -Gästekarte,
mit der man kostenlos öffentliche Verkehrsmittel zwischen Basel und Herbolzheim
nutzen kann. Im Vorjahr zählte der Kurort 28 000 Gäste und 212000 Übernachtungen
- inklusive der rund 47 000 Übernachtungen auf dem Campingplatz Bamlach. Der
Kurort hat 2130 Betten. Doris Dittmar von der Balinea-Therme erklärt, dass es
Kombinationsangebote gibt, aber ohne Übernachtungen. Seine Unterkunft sucht sich
der Gast selbst aus.
Urlauber schätzen in der Region die wohlschmeckende badische Küche, den
Markgräfler Wein und die vielen Möglichkeiten, die ein Dreiländereck bietet: die
Nähe zur Schweiz und nach Frankreich. Dazu muss man nicht unbedingt in einen
Kurort. Auch die Städte Müllheim und Neuenburg verzeichnen zunehmend viele
Feriengäste.
Andrea Fahrnholz, Dezernentin für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing in
Müllheim, berichtet von 55 000 Gästen, die im Vorjahr 95 000 Übernachtungen
gebucht haben. 70 Prozent der 880 Betten sind in Hotels der Kernstadt. Beliebt
sind auch Ferienwohnungen in den Ortsteilen wie Britzingen und Niederweiler .
Diese nutzen Gäste gerne, um die Kurtaxe in Badenweiler zu sparen. Müllheim
lockt Urlauber mit Pauschalangeboten wie der kulinarischen Woche, Wanderungen
und Weinwochenenden — immer in Verbindung mit Übernachtungen. Urlauber in
Müllheim bevorzugen den Herbst.
In der Zähringerstadt Neuenburg ist das anders. Hier wird vor allem im Juli
gebucht, sagt Ann-Kathrin Freund vom Tourismusbüro der Stadtverwaltung. Die
Juli-Gäste sind auf dem Weg in den Süden und bleiben oft nur eine Nacht. Dennoch
verbuchte Neuenburg im Vorjahr 68 000 Gäste und 114 000 Übernachtungen. Aber nur
etwa die Hälfte der Urlauber schläft in einem der 1800 Hotel- und
Pensionsbetten. 53 000 Übernachtungen schreiben sich
"Dreiländercamping Christel
Gugel" und "Dreiländereck der Naturisten" von Jutta Klemske zugute.
Für den Tourismus in der Stadt Sulzburg ist im Rathaus Thomas Fuchs zuständig.
Er berichtet von 242 Betten in Hotels und Pensionen. Im Vorjahr wurden 11 200
Gästeankünfte und knapp 40 000 Übernachtungen gezählt. Der Campingplatz "Alte
Sägemühle" von Axel Geuß hat 50 Stellplätze. "Camping Sulzbachtal" mit 90
Plätzen gehört Beate und Roland Grommek.
Die Betreiber beider Campingplätze in Sulzburg wollen ihre Übernachtungszahlen
nicht nennen, erklären sich aber mit der Belegung zufrieden.
Sigrid Umiger ,
21.8.2008, BZ
 
Parallelwelten entlang der Autobahn A5
An der A 5 tun sich Abgründe auf:
Entlang der Autobahn häufen sich sexuell motivierte Straftaten - und viele
Menschen wissen gar nichts davon. Die BZ war mit der Polizei auf Park- und
Rastplätzen im Markgräflerland unterwegs.
Für jeden Reisenden auf der A5, der Parkplätze zwischen Neuenburg
und Efringen-Kirchen anfährt, rollt harmlos der Urlaubs- und Reiseverkehr. Man
ärgert sich über nicht vorhandene, verschmutzte oder verschlossene
Toilettenhäuschen, schlägt sich in die Büsche oder hält aus bis zu einem
ordentlichen Rasthof. Was nur die mitbekommen, die genauer hinsehen: Hier, an
den kleineren Rastplätzen, beginnt eine Grauzone im Bereich sexuell motivierter
Straftaten.
Parallelwelten entlang der Autobahn A 5
Spanner, die sich im Gebüsch positionieren, deutliche Schmierereien an
Toilettentüren, die unter einer Kontakt-Handynummer perverse Sexualpraktiken
versprechen, Männer, die sich als Lastwagenfahrer outen und 100 Euro für einen
kleinen Jungen zahlen, ein Vater, der seinen eigenen Sohn als
Sexspielzeug
anbietet, eine mehr als deutliche Zeichnung, die Sex auf dem nächstgelegenen
Autobahnparkplatz verspricht. Kai-Robert Miketta, Polizeihauptkommissar der
Polizeidirektion Freiburg ist für das Autobahnpolizeirevier Umkirch und den
Fahndungsdienst unterwegs. Er hat sie dabei, die Kopien der "Sauereien", die
handschriftlich den Einblick in tiefste menschliche Abgründe geben. Mit Kollege
Manuel Laak und einer weiteren zivilen Polizeistreife kontrolliert er
sonntagnachmittags den Autobahnbereich zwischen Neuenburg und Efringen-Kirchen
und in Gegenrichtung nach neu aufgetretenen Schmierereien, nach verdächtigen
Personen und Fahrzeugen. "Pädophilie, exhibitionistische Handlungen, die
Spannerproblematik und mehr – wir gehen sexuell motivierten Straftaten entlang
der Autobahn nach", erklärt er. Um den Tätern auf die Spur zu kommen, ist es der
Polizei wichtig, dass nicht nur Mitarbeiter der Autobahnmeisterei und der
Bauhöfe fotografieren oder notieren, "was sie da wegwischen oder überstreichen".
Auch Privatpersonen sollten gelegentlich genauer hinsehen und abartige
Schmierereien bei der Polizei melden, Vorfälle mit Exhibitionisten und Spannern
zur Anzeige bringen. Nur dann habe man eine Chance, sexuell motivierten
Straftaten auf die Spur zu kommen.
Kann Spannen in eine Vergewaltigung umschlagen?
Auch Handynummern helfen weiter, "selbst wenn das Handy schon dreimal
weiterverkauft wurde", so Laak. Handschriften, die fotografiert wurden, können
in einem Archiv verglichen werden. "Gibt es wirklich einen ganz festen, ganz
konkreten Verdacht gegen eine bestimmte Person, können wir sogar an deren
Arbeitsplatz auftauchen – aber nur dann", sagt Miketta.
Die Trefferquote ist nach Aussage der beiden Polizisten gut. Manchmal kommt
allerdings auch der Frust hoch: So erwischten Miketta und Laak kürzlich einen
Spanner, der zwei Niederländerinnen beim Austreten ausspähte. Die aber wollten
keine Anzeige machen. "Wir müssen ihn laufen lassen", berichtet Miketta. Darüber
nachgedacht, dass "dieser Typ" sich nun bei der nächsten Frau auf die Lauer
legt, haben die beiden Touristinnen offenbar nicht. Und man wisse nie, so Laak,
wann das Spannerverhalten in Vergewaltigung umschlägt – übrigens keineswegs nur
bei Frauen.
Beim Pendlerparkplatz an den Rheinauen zwischen Bad Bellingen und
Efringen-Kirchen ein anderes Bild: Hier tummelt sich nicht nur am Wochenende die
Homosexuellen- und Nacktbaderszene, vorwiegend aus der Schweiz und dem Elsass,
zu einem kleineren Prozentsatz sind deutsche Kennzeichen zu sehen. Die Polizei
vermutet, dass Pädophile hier durchaus Kontakte knüpfen. Im schmalen
Waldstreifen zwischen Wander- und Fahrradweg findet sich auf den kleinen
Passierwegen Richtung Rheinaue der Querschnitt durch die europäische
Kondomlandschaft. "Abartig", findet Laak. In den lauschigen Sandbereichen am
Rhein liegen interessanterweise nur Männer. Viele von ihnen haben für die
Personenkontrolle Verständnis, lassen sich aufklären, warum die Polizei hier
"stört". Andere reagieren aggressiv und behaupten, hier würden auch Familien
baden. Familie sieht dann so aus: Zwei Männer, Mitte vierzig, liegen in
eindeutiger Haltung am Rheinufer, direkt daneben die beiden 13 und 14 Jahre
alten Söhne des einen. Nebenan spielt sich mehr oder minder das ab, was die
Polizei in diesem von Wanderwegen durchzogenen Bereich unter "Erregung
öffentlichen Ärgernisses" fassen würde.
Kein Platz mehr für Familien
Die Männer müssen die Polizisten zum Auto begleiten. Ausweiskontrolle.
Belehrung. Wenig Einsicht darin, dass die Jungen angesichts dessen, was um sie
herum vorgeht, in dem jugendlichen Alter psychischen Schaden nehmen könnten. Die
Männer müssen den Platz räumen. Ein Telefonanruf geht von Polizeiseite aus an
die erziehungsberechtigte Ehefrau des Vaters.
In diesem Fall kann womöglich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, da
das Vornehmen sexueller Handlungen vor einem Kind verboten ist. "Eigentlich
wären die Rheinauen mit ihren Sandbereichen ein wunderbarer Platz für Familien
mit Kindern – nur sind die längst vertrieben, von dem was dort vorgeht", sagt
Walter Silbereisen, Hauptamtsleiter aus Efringen-Kirchen, der die Kontrollen der
Polizei ausdrücklich begrüßt.
11.7.2008, www.badische-zeitung.de
Leserzuschriften zu Parallelwelten entlang der Autobahn A5 >Homosexualitaet
(5.8.2008)
 
Neue
Broschüre des Geschichtsvereins zu Mülheim und Bad Krozingen
Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst,
veröffentlicht der
Geschichtsverein Markgräflerland mit aktuell 1250 Mitgliedern
in Südbaden und in der Schweiz unter dem Sammelbegriff "Das Markgräflerland"
eine Broschüre, die sich mit einem aus gegebenem Anlass interessanten Ort
beschäftigt.
Nun war es wieder soweit: Im Josefshaus in Bad Krozingen wurde in einer
Feierstunde der Band 1/2008 vorgestellt, vom Verein bescheiden als "Zeitschrift"
bezeichnet, in Wahrheit aber eine üppig ausgestattete Publikation von diesmal
180 Seiten zum Sammeln. Sie enthält Beiträge über Bad Krozingen unter besonderer
Berücksichtigung der 1200-Jahr-Feier und über Müllheim, wo die Herbsttagung 2007
stattfand.
Dadurch entstand laut Erhard Richter, Herausgeber und verantwortlicher
Schriftleiter der Reihe in seiner Begrüßungsrede, die "seltsame Situation, dass
das neue ,Markgräflerland’ nun Grußworte von zwei Bürgermeistern enthält".
Einer von ihnen, Ekkehart Meroth, hieß das interessierte Publikum willkommen und
wies auf die am 25. Mai in Bad Krozingen stattfindende Frühjahrstagung des
Geschichtsvereins hin. Den Festvortrag wird Lothar Böhnert, Vorsitzender der
Sektion Bad Krozingen, halten zum Thema "Bad Krozingen - Geschichte in Wort und
Bild". Von ihm stammt auch der Teil im neuesten Band, der sich mit der Kurstadt
beschäftigt, mit dem Titel "Bad Krozingen im Spiegel der Geschichte" . Auf rund
40 Seiten würdigt er darin die aus Bodenfunden, Denkmalen und interessanten
Gebäuden zu lesende "Geschichte zum Anfassen" und stellt größere Zusammenhänge
auf der Grundlage neuerer Veröffentlichungen her. Als herausragende und wichtige
Persönlichkeiten würdigt er unter anderen die "Fugger des Breisgaus" , die im
17. Jahrhundert aus Savoyen zugewanderte Familie Litschgi, und die Gebrüder
Schneider, die als Fotografen im 19. Jahrhundert an fast allen Fürstenhöfen
Europas begehrt waren. Wichtig für Krozingen, damals noch ohne "Bad" , war laut
Böhnert der Anschluss an die Eisenbahn im Juni 1847 und nicht zu unterschätzen
die "Badische Revolution" in den Jahren 1848/49.
Gewürdigt werden außer den Teilorten, den "schmucken Dörfern an der Seite Bad
Krozingens" , die Kirchen verschiedener Konfessionen, die Erhebung zur Stadt im
Jahr 2005 und das Schloss mit seiner einzigartigen Sammlung historischer
Tasteninstrumente. Zu diesem Thema äußert sich auch Susanne Berkemer, Leiterin
des Kulturamts, in ihrem Grußwort, worin sie auf das Jubiläum und die in diesem
Jahr zahlreichen Veranstaltungen und Festlichkeiten hinweist.
Breiten Raum nahm im Josefshaus die Vorstellung des Teils über Müllheim und
benachbarte Orte wie Feldberg, Buggingen und Herten ein. Erika Richter, Ehefrau
des Herausgebers Erhard Richter, Grenzach-Wyhlen, trug in Kurzfassung den von
Renate Reimann verfassten Beitrag vor, Schriftführerin des Vereins und zum
Bedauern aller Anwesenden aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Den Auftakt
bildet das Grußwort von Müllheims Bürgermeister René Lohs, der ebenfalls nicht
an der Feierstunde teilnehmen konnte, gefolgt von einem Aufsatz über die neue
Dauerausstellung zur Geschichte der Region im "Markgräfler Museum"
Müllheim und
anderen Beiträgen über historische Gebäude und Ereignisse in der Stadt und ihrer
Umgebung. Im Mittelteil werden auf 22 Seiten die Künstler vorgestellt, die
bisher den Kunstpreis erhalten haben, der seit 1991 unter maßgeblicher
Mitwirkung der Sparkasse Markgräflerland vergeben wird. Für die musikalische
Untermalung der Veranstaltung hatte Susanne Berkemer die Brüder Matthias und
Daniel Bieberstein aus Hausen gewinnen können, zwei hoffnungsvolle Talente des
Handharmonika- und Akkordeonclubs Bad Krozingen. Sie spielten mehrere
Variationen des Hits "Dona Dona Dona", auch in ungewöhnlichem und schwierigem
Dreiachtel-Takt, und eine Weise von Domenico Scarlatti, Zeitgenosse von Johann
Sebastian Bach.
Die Bände der Publikation "Das Markgräflerland" können einzeln bestellt
werden bei Horst Oettle, Schopfheim, Tel./Fax 07622/9517. Die Preise sind nach
Jahrgängen und Verfügbarkeit gestaffelt.
Anne Freyer, 28.4.2008,
BZ  
Gut drei Jahre nach seiner Einführung
erweitern die Kinder- und Jugendärzte im nördlichen Markgräflerland ihren
Kinderärztlichen Notdienst. Bisher existierte dieser Dienst nur an Wochenenden
und Feiertagen. Ab 1. Januar 2008 wird nun auch an Werktagen ab 18 Uhr ein
nächtlicher Notdienst zur Verfügung stehen. Die Vermittlung erfolgt wie bisher
über die zentrale Telefonnummer der ärztlichen Notdienste:
Telefon: 01805-19292-300
Möglich wurde die Ausweitung des Kinderärztlichen Notdienstes durch die neue
Notfalldienstordnung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Diese
strebt eine landesweite Vereinheitlichung der Erreichbarkeit der Ärzte außerhalb
ihrer regulären Sprechzeiten an. Für die Patienten stellt dies eine wesentliche
Vereinfachung dar. "Wechselnde Vertretungsabsprachen unter den Ärzten sowie
lange Anrufbeantworter-Ansagen führen immer wieder dazu, dass Eltern nachts
Odysseen erleben, bis sie einen mit Kindern erfahrenen Arzt finden", berichten
Matthias Röbbelen und Holger Friedrich, die Organisatoren des Kinderärztlichen
Notdienstes. Aus der Zusammenarbeit ihrer Praxis mit der benachbarten
Helios-Klinik Müllheim wissen sie, dass hilflose
Eltern nicht selten auch die örtlichen Krankenhäuser aufsuchen, in der
fälschlichen Annahme, dort einen Kinderarzt anzutreffen. Daher haben die Kinder-
und Jugendärzte die Neuerung sofort aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Das
ist nicht selbstverständlich, da sie diesen Dienst für einen Einzugsbereich von
Wolfenweiler bis Bad Bellingen mit nur neun Kolleginnen und Kollegen bestreiten.
Dass die Eltern im Notfall manchmal Entfernungen bis zu 25 Kilometer zurücklegen
müssen, scheint für die meisten kein Problem zu sein. So wurden im Jahr 2007
über 3000 Kinder und Jugendliche vom Kinderärztlichen Notdienst am Wochenende
versorgt. "Unser Wochenenddienst ist so gut angenommen worden, dass die
Ausweitung auf die Werktage für uns eine sinnvolle und notwendige
Weiterentwicklung ist", stellt Röbbelen fest. An die Eltern appelliert er: "Wenn
Kinder tagsüber krank werden, sollten sie in der regulären Sprechstunde
demjenigen Arzt vorgestellt werden, der sie kennt. Denn meistens ist
vorhersehbar, dass sich Krankheitsbeschwerden zur Nacht hin verschlechtern
können." Dagegen ist der neue Kinderärztliche Notdienst in der Nacht für akut
auftretende Notfälle gedacht, deren Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten
kann.
3.1.2008, BZ
 
"Freude am Helfen" die
Weihnachtsaktion der Badischen Zeitung Müllheim, wurde 1978 ins Leben
gerufen und erbringt seitdem dank der Unterstützung unserer Leserinnen und Leser
Jahr für Jahr eine ansehnliche Spendensumme. Die Gelder werden über anerkannte
Hilfsorganisationen in akuten Notfällen eingesetzt. Die Sozialarbeiter von
Diakonie und Caritasverband,
Gerhard Stichling und Benedikt Burget, berichten im Gespräch mit BZ-Redakteur
Bernd Michaelis von einer wachsenden Bedürftigkeit einer zunehmenden Zahl von
Menschen.
BZ: Als Vertreter zweier bedeutender karitativer Organisationen spüren Sie
den Puls des Lebens ganz unmittelbar. Können Sie bestätigen, dass es auch bei
uns im Markgräflerland immer mehr arme Menschen gibt?
Burget: Ich spüre, dass mich immer mehr Menschen aufsuchen.
Stichling: Die Anfragen in der Schuldner- und Sozialberatung haben deutlich
zugenommen.
BZ: Wie äußert sich die Armut?
Stichling: Die Menschen kommen zu uns, wenn sie lange versucht haben, mit ihren
begrenzten Mitteln auszukommen, aber bei einer unvorhergesehenen finanziellen
Belastung an ihre Grenzen stoßen.
Burget: Die Leute kommen mit existenziellen Nöten und Ängsten zu uns, wenn sie
überfordert sind mit ihren Bergen von Zahlungsverpflichtungen. Im Vordergrund
stehen Miet- und Energieschulden.
BZ: Was sind die Ursachen für diese Not?
Stichling: Seit Jahren ist die staatliche Unterstützung für Sozialhilfe-,
Arbeitslosengeld-II- und Wohngeldempfänger gleich geblieben, während alle
Lebenshaltungskosten gestiegen sind.
Burget: Arbeitslosigkeit, Scheidung und Krankheit sind wesentliche Ursachen.
Manche verlieren aufgrund von Krankheit ihren Arbeitsplatz. Besonders betroffen
sind über 50-Jährige, die sich sehr schwer tun, auf dem ersten Arbeitsmarkt
wieder unterzukommen.
Stichling: In der Schuldnerberatung tauchen zunehmend auch Menschen auf, die
früher nicht zu uns kamen, nun aber, mit dem Verlust der Arbeit, unverschuldet
in Not geraten sind.
BZ: Es gibt aber auch bei uns so genannte "working poor" . . .
Stichling: Sie sprechen die Gruppe jener Menschen an, die einer geregelten, oft
sehr harten Arbeit nachgehen, aber so schlecht bezahlt werden , dass sie
Anspruch auf ergänzende Sozialleistungen haben.
Burget: Ich stelle fest, dass deren Zahl zugenommen hat.
Stichling: Zu berücksichtigen ist, dass gerade diese Personengruppe hohe
Aufwendungen für den Erhalt der Arbeitsstelle hat, zum Beispiel was die Haltung
eines Fahrzeugs und die Benzinkosten betrifft.
BZ: Kommt der wirtschaftliche Aufschwung, der sich momentan etwas verhaltener
äußert, überhaupt bei den "kleinen Leuten" an?
Burget: Bei Langzeitarbeitslosen, unserem klassischen Klientel, kann nichts
ankommen, da diese Menschen ausschließlich von Sozialleistungen leben.
Stichling: Eine andere Gruppe sind die Alleinerziehenden. Die ziehen erst einmal
ihre Kinder groß und können deshalb nicht arbeiten. Für Arbeitgeber sind sie
oftmals nicht "interessant" . Hinzu kommen ältere Menschen, deren Qualifikation
niemand mehr benötigt.
BZ: Kommen alle, die bedürftig sind, auch zu Ihnen?
Stichling: Die Menschen, die zu uns kommen, müssen ihre Scheu überwinden, ihr
"Versagen" zuzugeben und um Unterstützung zu bitten.
Burget: Viele suchen uns erst nach langen vergeblichen Bemühungen auf, ihre
Notlage selbst zu meistern.
BZ: Armut drängt ins Abseits. Wie helfen Sie Bedürftigen in dieser Lage?
Burget: Bevor wir Unterstützung gewähren, versuchen wir erst, uns einmal ein
Bild zu machen von der gesamten Haushaltssituation eines Hilfesuchenden.
Stichling: In der Regel übernehmen wir mit Stiftungs- und Spendengeldern nur
einen Teil der finanziellen Verpflichtungen und erwarten von den Hilfesuchenden,
dass sie selbst, gegebenenfalls in Raten, einen Beitrag zu ihrer Entschuldung
leisten.
BZ: Im Rahmen der Weihnachtsaktion "Freude am Helfen" arbeitet die Badischen
Zeitung Müllheim seit vielen Jahren mit Caritas und Diakonie zusammen. Wie
wichtig sind Ihnen die Spenden unserer Leserinnen und Leser?
Burget: Mir sind sie außerordentlich wichtig. Ich sehe einen großen Vorteil in
der schnellen, unbürokratischen und zeitnahen Hilfe.
Stichling: Diese Mittel sind deswegen so wichtig, weil wir den Menschen damit
ein Stück Hoffnung für einen Neuanfang geben können und dadurch etwas positiv in
Bewegung setzen.
BZ: Die Kluft zwischen Arm und Reich scheint größer zu werden. . .
Burget: Da all jene, die genug haben, ja nicht zu uns kommen, können wir auch
nichts über die Wahrnehmung dieser Kluft sagen, aber doch feststellen, dass die
Anzahl der Hilfesuchenden stark zugenommen hat.
Stichling: Umso mehr sind wir auf die Solidarität der Menschen aus der Region
angewiesen, die auch schon mit kleinen Geldbeträgen einen wichtigen Beitrag dazu
leisten können, den Notleidenden Lebensmut und Hoffnung zu vermitteln.
1.12.2007, BZ
 
Kulturführer Markgräflerland -
neues Kompendium
von Peter Martens
Wo Fülle herrscht,
braucht es auch ihn: den ordnenden, sammelnden Geist. Peter Martens, von Kunst
und Kultur beseelt, hat ein Kompendium zusammengestellt, das diese Szene
zwischen Freiburg und Basel in den Fokus nimmt. Gestaltet mit hoher Ambition,
aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Der neue Markgräfler Kulturführer kommt
diese Woche auf den Markt.
Erst war es die Region um Müllheim, Schliengen und Kandern: 2003 erschien
Martens erster Kulturführer im
Eigenverlag "Art + Weise" . Dann folgten der
nördliche und der südliche Bereich, der Kaiserstuhl und der Hochrhein und vor
zwei Jahren auch noch der Kunstband. Nun also ein Kulturführer, der die ganze
Landschaft von Freiburg bis Basel umspannt und alles berücksichtigt, was den
Namen Kultur verdient: von A wie Autoren über B wie Bauchtanz bis Z wie
Zauberei. Musik ist drin, bildende und bildhauerische Kunst, Museen sind es
ebenso wie Sammlungen, Galerien und Szenen. "Ein bunter Zauber von 1000
und 1 Topadresse" , sagt der Herausgeber selbst. Er fügt
die Einschränkung hinzu, dass bei der unermesslichen Schar von Künstlern und
Kulturschaffenden, die in der Region wirken, der Rahmen gesprengt würde, hätte
er jeden oder jede aufzunehmen versucht.
Ohnehin sind 480 Seiten zustande gekommen, die neben der Vielzahl von Personen
und Aspekten ein Höchstmaß an Aktualität beinhalten. Denn nicht nur die
Bekannten und das Bekannte findet Beachtung, sondern auch das Entstehende. So
erfährt der Leser und Betrachter von Bewegungen, die sich bisher noch abseits
der Öffentlichkeit regen: zum Beispiel von der Jürgen-Brodwolf-Stiftung, neuen
Museen oder Künstlern, die sich gerade erst ins Rampenlicht wagen. Etwa eine
pensionierte Kunsterzieherin, die archaisch und ethnologisch anmutende
Keramikfiguren formt, oder eine Frau in Staufen, die — inspiriert von langen
Bali-Aufenthalten — Objekte aus Balipapier und Balidraht herstellt. Die Vielfalt
dessen, was der neue Kulturführer aufbietet, kann hier nicht aufgezählt werden.
Die kulturelle Ausrichtung von Gemeinden ist aufzuführen, Porträts von
außergewöhnlichen Menschen wie dem Schweizer Uhrmacher, der jetzt in Vogelbach
werkelt, Kneipenwirten, Blues-, Jazz- und Rockbands, denen das Rauchverbot das
Publikum nimmt. Kunstszenen werden beschrieben und der Leser zu "himmlischen
Plätzen" und "paradiesische Gärten" geführt, zu den Isteiner Schwellen, ins
Sulzburger Naturschwimmbad, in die Kanderner Wolfsschlucht. Geschwelgt wird in
Wein und Gastronomie, in Rosen und in Bio-Gemüse, in Straußen und Bauernstuben.
Das zu bewältigen, braucht es ein weit reichendes Netzwerk. Peter Martens, von
Haus aus Mathematik- und Vermessungsingenieur und früher bei der Vitra als
Computergrafik-Manager tätig, hat als Herausgeber und Taktgeber der
Kunstinitiative im Großherzoglichen Palais in Badenweiler viele Zuträger und
Helfer. Ihnen geht es darum: Transparent zu machen, was sich abseits viel
begangener Pfade abspielt. Sich anstecken lassen, die Kultur inmitten der man
lebt, für sich entdecken, lautet das Credo.
Gabriele Babeck-Reinsch , 12.11.2007,
www.badische-zeitung.de
Die Buchvorstellung ist eingebettet in
zwei Veranstaltungen, bei der einzelne Künstler vorgestellt werden.
Sonntag, 11. November, 17 Uhr im Großherzoglichen Palais in
Badenweiler Buchvorstellung und Eröffnung der
Ausstellung "Materia — der Stoff aus dem die Kunst ist" . Einführung: Herbert
Hurka. Musik: Denis Emmelin (Santoor). Gezeigt werden Werke von Horst Kerstan
und Gerda Mazzi-Manger (Keramik), Bernd Warkentin (Stein), Ruth Eccard und
Gabriele Menzer (Papier), Denis Emmelin, Dorothée Rothbrust, Hans-Joachim Probst
(Holz), Jochen Böhnert (Metall), Karla Kaltenbach und Rudolf Mucha (Glas),
Regula Stocks (Objekte) sowie Thomas Th. Willmann (Malerei). Die Ausstellung
dauert bis 30. Dezember.
Freitag, 16. November, 20 Uhr, Buchvorstellung mit einer Kulturrevue im Museum
am Burghof in Lörrach, Hebelsaal. Es musizieren die Contra-Altistin Natalia
Bourlina, der russische Gitarrist Dr. Penn, Viktor Hagin, Tilo Wachter (Hang,
Perkussion) und Christian Rabe (Clown, Klassik, Fagott), Petra Zöller (Harfe,
Stimme), die Gruppe Joyau mit persischen Klängen und indischen Rhythmen und
Jutta Subramani (indischer Tanz). Abendkasse: 12 Euro. Reservierungen:
07635/821536.
"Kulturführer Markgräflerland" , DIN A 5, mit über 500 Farbabbildungen. Preis:
17 Euro.
"Art + Weise"-
Verlag

Mir
sin uusbuecht am Wucheend
Ganz gwiß sin mir uusbuecht. Meh chönne mir gar nümi mache. Mit einem am
Wucheend sin mir gar nit zfriide. D Uuswahl isch währli groß: Do e Wiifescht,
dört en Hock, e Stadtfescht oder e Patrozinium. Un des Johr hät an de meischte
Wucheend au s Wetter mitgschpiilt. Alle dene Lüt wo in de Vorbereitig oder bim
Feschtrummel gschafft hän, isch es au z gönne. Wie mer in de Zitig hät lese
chönne, sin sowohl d Bsuecher wie au d Veanschtalter z friide. Kei Angscht, au
an de nägschte Samschdig un Sunntig müen mir nit de heim hocke un Trüebsal blose.
Numme frog ich mich, ob s nit z viil wird mit all dere Fiirerei. Gang ich emol
vo mir uus: Eigentlich wot ich jo scho deheim bliibe, aber de Wunderfitz blogt
mi, un e chlei weng Iineschmecke darf doch si. Der mol gang ich aber beschtimmt
gli wiider heim! Jo Pfiffedeckel. Wiider han ich en Spezel troffe un s isch
wiider spot worde. Eis mueß ich aber zue de Ehrerettig vo de Feschtwirt sage.
Mit e me Brummschädel bin ich nit ufgwacht. Aber mi Gsicht hät zuem Glück niemer
fotografiert, won ich in de Geldbeutel glueget ha.
Also Feschter git es ebe gnueg. Z allererscht d Chilbi in
Heitersche. Do riibsch dir doch grad d Auge, wenn
im Miteilungsblatt der Stadt liisisch: "541 Jahre Chilbi in Heitersheim" . Also
so ne Tradition darf mer uf kein Fall uussterbe lo. Un s isch au des Johr wiider
e schön und gmüetli Fescht gfiiret worde in de Malteserstadt. Au s Annafescht in
Staufe oder sell vom Nepomuk in Neueburg, s Stadtfescht in
Mülle un e paar Wiifeschter hän halt di "vielberühmte"
und mengmol e wenig schnell bemühte Tradition. Uf alli andere Feschtli mueß gwiß
niemer vezichte. Aber s isch doch ball wie bi de alte Römer: panem et circenses
— Brot und Spiele. Jetz mach ich Fiirobe un lueg in de Zitig uf welles Fescht
ich als nägschtes gang.
Willi Schlageter, 1.9.2007
 
Christoph Bayer am Hardthof in Hartheim:
Absage an Gentechnik
Keine Agro-Gentechnik am Oberrhein,
mit dieser Thematik befasst sich der Landtagsabgeordnete Christoph Bayer (SPD)
auf seiner Sommertour im Hardthof von Bernhard Pfrengle in
Hartheim.
Pfrengle baut auf seinem Hof mit rund 40 Hektar Fläche vorwiegend Spargel,
Gemüse und Obst an. Die Produkte gehen frisch aus dem Hofladen an Privatkunden.
Pfrengle beliefert überdies Großmärkte, Gastronomie und Einzelhandel. Der
Landwirt bewertet die Gentechnik kritisch: "Sie ist für nix gut, keiner will
solche Produkte und es wird nicht reagiert" , klagt er und spricht sich für eine
Kennzeichnung aus, damit der Verbraucher selbst entscheiden kann.
Bayers Diskussionspartner neben Landwirt Pfrengle waren Pressesprecherin Erika
Jacobsen sowie Michael Nutsch, Sprachrohr der Imker im Raum, und Rüdiger
Stegemann vom Aktionsbündnis Gentechnikfreie Region Oberrhein, außerdem der
Freiburger Rechtsanwalt Hanspeter Schmidt von der "Unternehmerinitiative
Lebensmittel ohne Gentechnik am Oberrhein" . Bayer, dessen Engagement sich jetzt
auch im Agrar-Ausschuss in den Bereichen Natur- und Artenschutz fokussiert, nahm
zwei klare Aufträge aus dem Gespräch mit in den Landtag. Zum einen die Forderung
von Rüdiger Stegemann, die Kabinettsmitglieder und die SPD-Bundestagsfraktion
mögen Flagge zeigen im Kampf um eine gentechnikfreie Region Oberrhein. Stegemann
bewertet die Stellung der SPD als Schlüsselposition: "Die SPD ist unser Partner
um ein "Roll-Back" zu verhindern" , erklärte er.
Bayer betonte, er stehe voll dahinter und werde in die Thematik weiter tragen.
Er war sich mit den Teilnehmern einig, dass eine Koexistenz, also das
Nebeneinander von Anbauflächen nicht gehen könne, vor allem in Baden-Württemberg
mit seinen mehrheitlich kleinparzelligen Anbaugebieten. Deshalb gelte es sowohl
in der hiesigen Region, als auch in anderen Gebieten, das Profil zugunsten des
geschlossenen Gentechnik-freien Anbaus zu stärken.
Schmidts Bemühungen zielen vorrangig auf die Frage nach der Haftungsregelung.
Konkret geht es ihm dabei um die Futtermittel und die Zusatzstoffe wie Vitamine
und Arzneimittel in der Tierhaltung. Schmidt bemängelt zudem, dass die
regionalen Politiker sich auf die EU-Vorgaben zur Haftung stützen.
Ein Gesetzesentwurf sei den Landtagen vorgelegt worden und stehe derzeit zur
Debatte, zumal die Argumentation vorherrsche, dass es gar keinen Handlungsbedarf
gebe, da die Haftungsklausel den "Kontaminierer" ohnehin in die Pflicht nehme,
und sich das Problem dadurch von selbst regele. Michael Nutz warf darüber hinaus
die Frage in den Raum, ob denn die Züchtung jenseits der Gentechnik voll
ausgereizt sei, oder ob es da nicht noch Chancen gebe, den Ertrag auf
gefahrfreiem Wege zu steigern.
Susanne Müller ,
13.8.2007, BZ

Viele Kirschen sind dieses Jahr etwas
klein ausgefallen, aber längst nicht alle. Ausschlaggebend sind die Sorten,
Lagen, Böden und das Alter der Bäume. Der milde Winter, die frühe Blüte im
heißen April und eine lange Trockenzeit haben gerade bei den ertragreichen
Sorten dazu geführt, dass die Früchte zu dicht wachsen und deshalb kleiner sind.
Dennoch ist dieses Jahr gut Kirschen essen.
Wenn der Winter kalt bis frostig ist, hinterlässt er oft Schäden an Obstbäumen.
Dieses Jahr konnte davon keine Rede sein. Auch deshalb sind die Erträge bei
Kirschen — und Zwetschgen — besonders hoch und wegen der viel zu geringen
Niederschläge im ungewöhnlich warmen April etwas kleiner als sonst. Günter
Rüdlin hat auf seinem Obst- und Weinhof in Auggen ganz
prächtige Kirschen hängen: Groß, aromatisch und
glänzend. Das liege daran, so der Landwirt, dass er junge Bäume der neuesten
Sorten gepflanzt hat. Die sind resistenter als ältere Arten, tragen vom Ansatz
her weniger Früchte und sind teilweise so neu auf dem Markt, dass noch
Lizenzgebühren berappt werden müssen. Die Größe der Früchte ist aber auch
sortenabhängig unterschiedlich. Auf dem
Rüdlin-Hof stehen die
Kirschbäume aufgereiht mit unterschiedlichen Sorten von von früh- bis spätreif.
Das garantiert, dass die Familie wochenlang ihre Kunden im Hofladen und am Stand
an der Straße mit frischen Kirschen beliefern kann. "Wir haben lange auf Regen
gewartet, doch jetzt ist dann langsam genug", sagt Rüdlin. Wenn die Kirschen
keine Zeit zum Trocknen zwischen den Regengüssen haben, platzen sie auf. Gerade
frühe Sorten seien empfindlich. Wärme und Nässe liebt auch der Pilz "Monilia",
auf den man gerne verzichtet. Die Kirschfruchtfliege ist und bleibt ein Problem,
ist aber dieses Jahr nicht stärker vorhanden als sonst. Dieser Schädling sorgt
für Madenbildung und die Obstbauern wissen: "Wenn der Wurm drin ist, wird der
Kunde sauer". Die Familie Lindemann in Zunzingen hat ältere Bäume und deshalb
auch kleinere Kirschen. Für das Schnapsen spiele das aber keine Rolle, sagt
Seniorchef Otto Lindemann. Landwirt Friedhelm Hurst aus Vögisheim hat auch
einige alte Kirschbäume auf seinen Streuobstwiesen. Die wurden weder gedüngt
noch gespritzt, was egal sei, so Friedhelm Hurst, weil die süßen Früchtchen
ohnehin von Verwandten und Freunden zum eigenen Verzehr geerntet werden. Wer
beim Verkauf seiner Kirschen auf den Großmarkt angewiesen ist, braucht möglichst
große Früchte. Die so genannten Industrie-Kirschen, die für die Herstellung von
Marmelade, Joghurt und eventuell für Säfte verwendet werden, brauchen einen
Mindestdurchmesser von 18 Millimetern, informiert Gerhard Scholer. Sein Obsthof
in Hügelheim ist auf solche Industriekirschen spezialisiert. Diese Früchte
müssen ohne Stiele abgegeben werden und dürfen weder faul noch aufgeplatzt sein.
Warum eine Mindestgröße vorgegeben wird, obwohl die Früchte anschließend
maschinell entsteint und zu Marmelade verkocht werden, weiß wohl nur der
Ankäufer. Zum Wohl der Gesundheit der alten Kirschbäume, könnte es nach Meinung
von Gerhard Scholer doch noch etwas regnen. Er sei sicher, dass das Defizit
während der Trockenzeit noch nicht ganz ausgeglichen ist, sagt er. Ganz große
Ansprüche stellen die Verbraucher an Tafelkirschen. Der Obstgroßmarkt erwartet
von seinen Zulieferern, dass Tafelkirschen mindestens einen Durchmesser von 24
Millimetern haben. Ab 32 Millimeter aufwärts misst der Durchmesser einer
Herzkirsche. Auf dem Großmarkt gilt: "Je größer die Kirsche, desto höher der
Preis" , erklärt Günter Rüdlin. Gefordert werde auch stets ein Glanz wie frisch
poliert, denn: "Das Auge isst auch mit" .
Sigrid Umiger , 11.6.2007
 
Nochmals Nein zur TREA II - Keine zweite Müllverbrennungsanlage
Während die Entscheidungen in Sachen zweiter Müllverbrennungsanlage - TREA II
laufen, wird die gemeinsame Erklärung von NABU, BUND und AGUs in der BZ
ignoriert. Auch die Anfrage von Axel Mayer vom Bund Südlicher Oberrrhein an den
Kreisrat zur Energieverschwendung bei der TREA wurde bisher nicht
beantwortet. So laufen in unserer so genannten Ökoregion die wirklich wichtigen
Entscheidungsprozesse, ohne dass die ökologischen Argumente eine Rolle spielen
...
Auch die ausufernde elsässische Schwerindustriezone spielt in der öffentlichen
Debatte beinah keine Rolle. Axel Mayer: "Wenn das so
weiter geht, sollte die Region ihren ökologischen Heiligenschein an den Nagel
hängen."
1.6.2007
G8 in Heiligendamm und unser Klima im Juni
2007 - Foto: BUND Freiburg
 
Die Sulzburger
Ortsvorsteher-Entscheidung wurde im Markgräflerland mit großer Überraschung zur
Kenntnis genommen. Hinter vorgehaltener Hand ist gerade von den Bürgermeistern
Verwunderung über die radikale Kürzung der Aufwandsentschädigung zu hören.
Diejenigen, die selbst Verantwortung für Ortsteile haben, wollen dem Beispiel
nicht folgen, sondern ihre dörflichen Statthalter weiterhin ordentlich
entschädigen.
In Laufen schlägt der Unmut Wellen. Auf ein Sechstel, nominal: von 1200 auf 200
Euro, wurden die Bezüge des Ortsvorstehers im Sulzburger Ortsteil gekürzt. Auch
in den Nachbargemeinden reibt man sich die Augen, vor allem dort, wo es
Ortsverfassungen gibt: in Müllheim, Neuenburg, Buggingen und Badenweiler. Dort
erhalten die Ortsvorsteher Beträge bis zu 1700 Euro monatlich, mit denen ihr
zeitlicher und persönlicher Sachaufwand abgegolten wird. Sulzburg nutzte die
Möglichkeit, die das Land den Kommunen mit der Freigabe einer bis Ende 2005
geltenden Regelung gewährte. Bis dahin setzte ein Landesgesetz den Rahmen. Die
Ortsvorsteher-Entschädigungen orientierten sich an den Beträgen für
ehrenamtliche Bürgermeister, von denen sie mindestens 40 Prozent erreichen
mussten. Im Durchschnitt aber waren die Kommunen großzügiger und gaben 65
Prozent. Auch wenn die Gemeinden jetzt frei entscheiden können, fragen sich
manche Bürgermeister im Markgräflerland, ob die Stadt Sulzburg nicht das Gebot
der Fürsorgepflicht verletzt, weil sie die Kürzung mitten in der Amtsperiode
vornimmt. Stefan Haines, Pressesprecher des Landratsamtes, kann dazu nichts
sagen. Die Rechtsaufsicht könne das erst entscheiden, wenn die Sulzburger
Satzung vorgelegt werde. Er betont aber gleich, dass eine abschließende
rechtliche Würdigung nur ein Gericht vornehmen könne.
In den Nachbargemeinden ist die Entschädigung derzeit kein Thema. In
Müllheim,
wo die Ortsvorsteher je nach Einwohnerzahl bis zu 1700 Euro kassieren, hält
Bürgermeister René Lohs diese Arbeit hoch. Sie stelle eine nicht zu
unterschätzende Entlastung des Bürgermeisters und der Verwaltung dar, sagt er.
Als direkte Ansprechpartner lösten die Ortsvorsteher von Britzingen, Feldberg,
Hügelheim und Niederweiler viele Probleme vor Ort und seien kompetente
Interessenvertreter im Gemeinderat. Ihr Einsatz und Engagement rechtfertige die
praktizierte Aufwandsentschädigung vollkommen. Diese orientiert sich an der
Obergrenze der bisherigen Vorgaben. Allein die Entfernung der Ortsteile Grißheim und Steinenstadt von der Kernstadt
rechtfertigten Ortsverwaltung und Ortsvorsteher als Serviceeinrichtung für die
Bürger, erklärt Bürgermeister Joachim Schuster in Neuenburg. Zur Höhe der
Entschädigung äußert er sich nur allgemein. Sie bewege sich in der Höhe der
Nachbargemeinden. Auch Bürgermeister Johannes Ackermann in Buggingen will nichts
ändern. Der Seefelder Ortsvorsteher stehe als Ansprechpartner zur Verfügung
trotz eigener beruflicher Verpflichtungen. Mit einer Entschädigung von rund 1000
Euro fahre die Gemeinde vermutlich günstiger als mit einer stundengenauen
Abrechnung, um Fehlstunden im Betrieb abzugelten.
In Badenweiler hat man den Schnitt bereits vor der Kommunalwahl gemacht,
berichtet Bürgermeister Karl-Eugen Engler. Damals schaffte man die
Ortsverwaltungen ab, so dass die Ortsvorsteher von Lipburg und Schweighof —
beide neu gewählt — weit weniger Aufgaben erfüllen müssen. Konsequenz: Mit rund
400 Euro wurde die frühere Entschädigung praktisch halbiert.
Volker Münch,
18.12.2006, www.badische-zeitung.de
 
29 Jungwinzer wurden im Rahmen der badischen
Gebietsweinprämierung in der Offenburger Baden-Arena freigesprochen. Unter den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit bestandener Abschlussprüfung kommen sieben
Jungwinzer aus dem Bereich Markgräflerland, und zwar: Romina Laura Faller
aus Freiburg, Max Geitlinger aus Kandern-Wollbach, Martin Kohler aus
Heitersheim, Felix Scherer aus Bad Krozingen, Simon Schmidt aus
Freiburg-Opfingen, Paul Sonderhoff aus Lüchow und Nadine Vergez aus Freiburg.
Die Freisprechung nahm Dieter Blaess vom Regierungspräsidium Freiburg vor. Die
schriftliche Prüfung hatte im Juni in Freiburg stattgefunden, die praktische
Prüfung im August im Weingut Behringer in Müllheim-Britzingen.
Die Abschlussprüfung zur Weinküfer(in) haben nach dreijähriger Ausbildung
bestanden unter anderen Stefan Kössler aus Hach (Ausbildungsbertrieb:
Bezirkskellerei Markgräflerland in Efringen-Kirchen) und Wilhelm Zimber aus
Müllheim (Badischer Winzerkeller Breisach). Weinküferinnen und Weinküfer nehmen
die Trauben entgegen, überprüfen deren Beschaffenheit und stellen die Qualität
fest. Sie mahlen die Trauben, keltern die Maische und überwachen den Gärprozess.
Sie sind für das Filtern und Abfüllen der Weine ebenso zuständig wie für den
Versand und die sachgerechte Lagerung. Sie sind nicht nur Fachleute für die
Technik, die Bedienung und Wartung von Pumpen, Filtern, Abfüllanlagen und
anderen Geräten, sondern müssen auch die fertigen Weine probieren, den Geschmack
beurteilen und Qualitätsmerkmale feststellen.
Als Kellermeister 2006 wurde unter anderen Daniel Möllinger aus Buggingen
ausgezeichnet.
8.11.2006, www.badische-zeitung.de
 
Weinbaupionier
Blankenhorn hat Wurzeln in Obereggenen
Von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden
die Gedenkveranstaltungen zum 100. Todestag des Weinbaupioniers Professor Adolph
Blankenhorn. Die Familie Blankenhorn hat wie keine zweite die Geschicke der
Stadt Müllheim mitgeprägt. Wenig bekannt ist, dass es Querverbindungen von
Müllheim nach Obereggenen gibt, wo sich ein Zweig der Familie niederließ.
"Urvater" der Blankenhorns dieser Region ist Nikolaus Blankenhorn (I), der um
1600 vom württembergischen Gächingen nach Sulzburg an den markgräflich-badischen
Hof kam. In den folgenden Generationen zogen jeweils die Söhne an einen anderen
Ort. Nikolaus II siedelte um nach Britzingen und wirkte dort als Vogt. Nikolaus
III zog von dort nach Müllheim. Und dessen Sohn Bartholomaeus wiederum ließ sich
in Obereggenen nieder, um sich mit seiner Familie der Landwirtschaft und dem
Weinbau zu widmen.
Von 1758 an stand nach Aufzeichnungen von Pfarrer Hans Trenkle ein Hofgut in
Obereggenen im Besitz der Blankenhorn-Familie, nachdem sich die Tochter des
Vogtes Matthias Vögtlin mit Bartlin Blankenhorn, dem Jüngeren, verheiratet
hatte, der dann ebenfalls als Vogt amtierte. Es ist überliefert, dass wiederholt
Mitglieder der Familie Blankenhorn das Amt der Obereggener Vögte ausübten und
später auch als Bürgermeister fungierten.
Der letzte dieser Bürgermeister, Johann Georg Blankenhorn, starb 1882. Er soll,
Trenkles Aufzeichnungen zufolge, ein sehr sozial denkender und handelnder Mann
gewesen sein. Er nahm sich immer wieder der Ärmsten des Dorfes an. Seine
persönliche Bescheidenheit und religiöse Gesinnung werden als beispielhaft
bezeichnet. An ihn erinnert bis heute ein Gedenkstein an der Kirche. Ein Jahr
nach dem Tod dieses Ehrenmannes erwarb die Gemeinde das Blankenhornsche Hofgut
im Ortszentrum. Im 1737 erbauten Wohnhaus wurden Gemeindeverwaltung und Schule
samt Lehrerwohnung untergebracht.
Anfang der 1970er Jahre fiel dieses Haus beinahe der Spitzhacke zum Opfer. Doch
wurde das historische Gebäude noch vor dem Abriss bewahrt und mit hohem
Kostenaufwand renoviert. Wiederum wurde die Ortsverwaltung darin eingerichtet,
und auch ein Raum der Kirchengemeinde fand im Untergeschoss Platz. Zum
ehemaligen Blankenhornschen Besitz gehört das benachbarte Ökonomiegebäude, in
dem heute Feuerwehr und Jugendraum untergebracht sind.
1847 gründete Johann Friedrich Blankenhorn in Obereggenen die gleichnamige
Weinhandlung, die er neben der herkömmlichen Landwirtschaft betrieb. Doch
bereits zehn Jahre später verlegte die Familie den Firmensitz nach Schliengen.
Man erwarb dort vom Inhaber Joseph Walz das Gasthaus "Zum Baselstab" samt
angegliederter Post- und Umspannstation, heute an der Bundesstraße 3 gelegen.
Ausschlaggebend für die Umzugsentscheidung war sicher die bessere
Verkehrsanbindung an Überlandstraßen und die Bahnstation. Eine Weingroßhandlung
mit eigenem Weinbau wurde eingerichtet. Die übrige Landwirtschaft mit
Viehhaltung wurde erst Anfang der 1960er Jahre endgültig aufgegeben.
Durch Rebflächen-Erweiterung entwickelte sich die Firma Blankenhorn zum größten
privaten Weinbauunternehmen des Markgräflerlandes. Der heutige Seniorchef Klaus
Blankenhorn nahm in vierter Generation eine beachtliche Betriebserweiterung
durch die Gründung einer Erzeugergemeinschaft vor. Unter der neuen Leitung von
Tochter Rosemarie "Roy" Blankenhorn-Röbbelen, einer staatlich geprüften
Weinbautechnikerin, beschränkte sich das Weingut jedoch wieder auf den eigenen
Kernbetrieb mit heute etwa 25 Hektar Rebfläche.
Die breite Palette selbst ausgebauter Weine wird deutschlandweit vermarktet.
Seit 1989 ist das Weingut Mitglied im "Verband Deutscher Prädikatsweingüter" ,
in dem nur Spitzenweingüter vertreten sind. Klaus Blankenhorn, seine Ehefrau
Rösle und ihre Tochter Roy wünschen sich, dass die Kinder das Weingut im Sinne
ihrer Ahnen weiterführen. Eine der drei Töchter von Rosemarie
Blankenhorn-Röbbelen studiert Agrarwissenschaften, was darauf hoffen lässt, dass
dieser Wunsch sich erfüllt. Die Juniorchefin selbst kam zu repräsentativen
Ehren, als sie zur Badischen Weinkönigin (1978/79) sowie zur Deutschen
Weinprinzessin (1979/80) gekürt wurde.
Herbert Schumacher ,
7.11.2006, www.badische-zeitung.de

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06.01.11
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