Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu
Presseinformation 20.11.96

 In Anzeigen, die aus dem leeren Stadsäckel bezahlt werden müssen, setzt die Stadt Freiburg ihre Politik der Desinformation über den wahren Charakter der B31 neu konsequent fort. Der Sprecher der Aktionsbündnisse, Reiner Ehret, verwies zum wiederholten Male auf die Aussagen de Bundesverkehrsministeriums und des Baden-Württembergischen Ministelpräsidenten, wonach die B 31 Ost neu "das erste Teilstück einer Leistungsfähigen Fernstraße B 31 / B 311 von Freiburg bis Ulm" werden solle. Die vierspurige Trasse immer noch und immer wieder als " Straßenverbindung zum Schwarzwald" zu bezeichnen und dabei die Transitfunktion" überhaupt nicht zu erwähnen, sei eine Halbwahrheit, also eine Lüge.

 Auch die Angabe "Der Stadttunnel wird geplant..." werde gemacht mit der Absicht, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Tatsache sei, so Ehret, daß der Stadttunnel im Bundesverkehrswegeplan nicht im "Vordringlichen Bedarf" sei, also mindestens bis zum Jahr 2012 auch nicht gebaut werde. Ob danach eine Finanzierung über den Bundeshaushalt möglich sei, sei mehr als zweifelhaft. Die Aktionsbündnisse erinnerten die Stadt an die Aussage von Regierungspräsident Schroeder, der Stadttunnel "stehe in den Sternen". Damit habe OB Böhme sein (Wahl-) Versprechen, dem Bau der B31 Ost nur dann zuzustimmen, wenn auch die Dreisamuferstraßen untertunnelt würden.

 Die von der Stadt genannten Entlastungszahlen für die an die B31 neu angrenzenden Straßen seien falsch, behauptete Ehret. Das von den Schützenallee-Klägern vorgelegte Verkehrsgutachten käme zu völlig anderen Ergebnissen. Auch sei es eine Unterlassung zu erwähnen daß z.B. auf der neuen, dann nur noch zweispurigen Straße immer noch 25.000 Fahrzeuge verkehren würden, ein Verkehrsaufkommen, das dem heutigen durch Ebnet entspräche. "'Wenn diese 25.000 Kfz sich auf der Hohe Fabrikstraße in den aus dem Schützenalleetunnel ausfahrenden Verkehr einordnen müssen, werden von dort in Richtung Westen rund 70.000 Kfz, davon mindestens 4.500 Lkw o b e r i r d i s c h auf den Dreisamuferstraßen fahren. Damit ist das Verkehrschaos im Bereich zwischen AB-Zubringer-Mitte und Ganter Knoten vorprogrammiert", resümiert der Aktionsbündniss-Sprecher.

 Statt einen Anzeigenkrieg zu führen, sei es informativer (und steuersparender!) für die Bürger Freiburgs, wenn OB Böhme einer öffentlichen Podiumsdiskussion zustimme. Die Aktionsbündnisse seien jederzeit dazu bereit, auch weil es gelte, endlich die verhärteten Fronten zwischen Befürworten und Gegnern der B31 neu aufzubrechen. "Böhme sollte als Stadtoberhaupt, der für a I I e dazusein hat, eine solche Podiumsdiskusion als Herausforderung und als Chance begreifen".

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 Letzte Änderung: 2.Dezember 1996