Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu
Pressemitteilung vom 3. November 1996

Im Konrad-Guenther-Park wurden zuviel Bäume abgeholzt. Eichenstämme landen auf dem Müll.

Die Aktionsbündnisse erwägen, Strafanzeige gegen den Regierungspräsidenten zu erstatten. Er trage, so der Sprecher der Aktionsbündnisse, Reiner Ehret, die Verantwortung dafür, daß erheblich mehr Bäume gefällt wurden, als es für die Baustraße und für die Trasse der B31 neu erforderlich sei.
"Der Park wurde ab der Höllentalbahn in einer Breite von mehr als 50 m gerodet, so Ehret, "obwohl maximal 30 m vollkommen gereicht hätten !". Dies sei ein eklatanter Verstoß gegen die Baumschutzverordnung, die das Fällen von Bäumen mit mehr als 25 cm Stammdurchmesser verbiete.

Als "Skandal im Skandal" bezeichnete Ehret die Tatsache, daß wertvolle, mächtige Eichenstämme nicht etwa verkauft oder z.B. an Holzbildhauer verschenkt wurden, sondern auf einer Deponie entsorgt wurden. Den Aktionsbündnissen sei es gelungen, sich fünf dieser Riesenstämme zu verschaffen. Sie seien von der mit der Entsorgung beauftragten Firma kostenlos zugefahren worden.
Zu besichtigen seien sie auf der sog. "Pyramidenwiese" der Aktionsbündnisse am geplanten Kappler Knoten und bei der Umwelt- und Projektwerkstatt in der Habsburgerstraße 9. "Da der Wert jedes einzelnen Stammes zwischen DM 5000-8000 liegt", freut sich der Aktionsbündnis-Sprecher, " ist dieser unerwartete Geschenk für uns eine große Hilfe, unseren Widerstand zu finanzieren!" Die Aktionsbündnisse und die Umwelt- und Projektwerkstatt warteten jetzt auf Angebote von Kaufinteressenten.

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 Letzte Änderung: 2. Dezember 1996