BÖHMische Dörfer GmBh - Gemeinschaft mit Baumhäusern
Pressemitteilung vom 20.Oktober 1996

Umweltschützerinnen und Umweltschützer errichten Hüttendorf in Freiburg 
Sofortiger Verzicht auf den Bau der B31 Ost Neu gefordert

Freiburg, 20. Oktober 1996. Heute morgen um 6.00 Uhr haben etwa 50 Umweltschützerinnen und Umweltschützer damit begonnen, im Konrad-Günther-Park ein Hüttendorf einzurichten, um gegen den bevorstehenden Baubeginn der B31 Ost Neu zu demonstrieren. Um die Bäume möglichst effektiv zu schützen, haben die Umweltschützer und Umweltschützerinnen in den Bäumen Hütten gebaut, in denen sie sich "häuslich" eingerichtet haben. Die Baumhütten sind in 15-20m Höhe an Seilen aufgehängt, um möglichst schwer erreichbar zu sein. Parallel dazu wird am Boden ein Hüttendorf eingerichtet.

Die Aktivisten haben sich zu einer Gemeinschaft BÖHMische Dörfer GmBh zusammengeschlossen. Der Freiburger Oberbürgermeister Böhme hat sich entgegen seiner Wahlversprechungen stark für den Bau der B31 eingesetzt. Der Name BÖHMische Dörfer wurde gewählt, weil die Umweltschützer und Umweltschützerinnen ausdrücken wollen, daß die Straßenplanung bei Ihnen auf völliges Unverständnis stößt.

Die Umweltschützerinnen und Umweltschützer rufen die Freiburger Bürgerinnen und Bürger auf, sich an dieser gewaltfreien Aktion zu beteiligen. Es werden ebenso fachmännisch wie konsequent Spaziergänge in den Bäumen offeriert. Die Umweltschützerinnen und Umweltschützer haben sich bei Fachleuten informiert, wie man Seil- und Lastsysteme in Bäumen einrichten kann, ohne diese zu beschädigen. Mit den verwendeten Systemen kann jedermann und jedefrau ohne Unfallrisiko den Park aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Diese spektakuläre Aktion ist kein Selbstzweck! Der breite Widerstand gegen den Bau der B31 Ost Neu und gegen die Zerstörung des einmaligen Naturdenkmals Konrad-Günther-Park fordert Aktivität. Der symbolische Akt der "Baumpatenschaften" von 250 Bürgerinnen und Bürgern Freiburgs findet mit der heutigen Aktion seine logische Erweiterung.

Die Umweltschützerinnen und Umweltschützer appellieren nochmals eindringlich an die verantwortlichen Politiker, endlich umweltfreundliche Alternativen zu prüfen und zügig voranzutreiben, damit die Bürgerinnen und Büger in Ebnet und der Schwarzwaldstr. schnellstmöglich entlastet werden können. Die B31 Ost Neu würde nachweisbar mehr Verkehr anziehen, die Bürgerinnen und Bürger im weiteren Verlauf der Straße und der Freiburger Innenstadt würden restlos im Verkehrschaos ersticken.

Die Freiburger Bürgerinnen und Bürger werden um Unterstützung in Form von Geld- und Sachspenden gebeten, um den gewaltfreien Widerstand über längere Zeit zu ermöglichen.

Achtung Redaktionen: Weitere Informationen erhalten Sie direkt aus den Bäumen unter der Tel. Nr. 0171-8123974 Bildmaterial vom Beginn der Aktion erhalten Sie unter der Nr. 0171/4008951 (TV News Acher),bzw. unter 0761-709512 oder 0761-709514(Fax)

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 Letzte Änderung: 2. Dezember 1996