Dieser Text wird im B-31-Info-Telefon angesagt von Montag, den 10. bis Mittwoch, den 12. März 1997.
Es ist die 319. Ansage.
Was die Aktionsbündnisse schon seit Jahren sagen, bestätigt
sich heute auch in den Aussagen des Regierungspräsidenten: der Stadttunnel,
Voraussetzung bei allen Gemeinderatsentscheidungen zu Gunsten des Bau der
B 31, wird in einem überschaubaren Zeitraum nicht gebaut werden.
Das bedeutet, daß westlich des Schützenallee-Tunnels auf
den Dreisamuferstraßen der geballte Ost-West-Verkehr oberirdisch
durch Freiburg fließen wird. Nach den sehr vorsichtigen Schätzungen
der Straßenplaner werden im Bereich der Ganter-Brauerei pro Tag rund
70.000 Fahrzeuge fahren. Auf den Dreisamuferstraßen werden es mindestens
4.500 Lkw sein, 1.000 mehr als sich heute durch den Gotthardtunnel bewegen.
Während aber die Schweiz durch Volksentscheid den Lkw-Transitverkehr
auf die Schiene verlagert, lockt die autobahngleiche B 31 neu eben diesen
Lkw- Transiverkehr mitten in die Stadt hinein. Die Hoffnungen, Freiburg
möge die Transitfunktion der B 31 neu erspart bleiben, wenn man den
Weiterbau der 4-Fahrspuren nach Osten und nach Westen verhindern könne,
sind mehr als blauäugig. Der Bund gibt nicht Hunderte von Millionen
Mark aus, um lediglich eine Bündelung des Verkehrs in der Stadt Freiburg
und eine Entlastung der Anwohner an der alten B 31 zu erreichen. Der Bund
will - ebenso wie die EU - die leistungsfähige Fernverbindung von
Breisach bis nach Ulm. Die knapp 7 km B 31 neu von Freiburg nach Kirchzarten
sind hierfür das erste Teilstück.
Wer - wie OB Böhme - immer noch von der nur regionalen Bedeutung
der neuen Trasse oder von einer Verbindungsstraße zum Schwarzwald
redet, der lügt!
Wir lassen uns diese Lügen aber nicht mehr gefallen! Deshalb ist
der Widerstand gegen den Bau der B 31 neu nicht nur ein Bekenntnis zu vernünftigerer
Verkehrspolitik, er ist auch ein Bekenntnis zur Wahrheit als einem immer
noch möglichen Mittel der Politik.
Am Dienstag, den 11. März findet wieder die Dienstags-Demo statt.
Treffpunkt: Rathaus, 18.00 Uhr.
Wir empfangen dabei die Flößer und Flößerinnen,
die ihr Protestfloß von Breisach bis nach Bonn gelenkt haben.
Am Donnerstag, den 13. März, um 18.00 Uhr der B-31-Stammtisch im Gasthaus Waldsee.
Dies war das B-31-Info-Telefon für Montag bis Mittwoch, 10. bis 12. März 1997.
Hören Sie uns wieder ab Donnerstag. Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
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