Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu

Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 15. bis Sonntag, den
21. Dezember 1997.

Es ist die 374. Ansage.

Die Straßenplaner des Regierungspräsidiums tun uns fast leid. Über den Bau der B 31 neu wird wohl demnächst in der Fernsehreihe “Pleiten, Pech und Pannen” berichtet werden. Da stellt man bei Baubeginn fest, daß die gesamte Bauplanung fehlerhaft ist. Für viel Steuergeld wird hastig eine neue Planung in Auftrag gegeben. Da holzt man entschieden zuviel Bäume im Konrad-Guenther-Park ab. Wiederum kostet das ein paar hunderttausend Mark. Und jetzt - man traut seinen Augen nicht - liest man in der Badischen Zeitung vom 11. Dezember, daß ein großer Streit zwischen Bauwirtschaft und Regierungspräsidium entbrannt ist, weil der Dögginger Tunnel, der zum vierspurigen Ausbau der
B 31 neu gehört, zwar im nächsten Jahr fertig wird, über Jahre hinweg aber verschlossen werden muß, weil die dazugehörigen Brücken nicht gebaut werden können. Davon abgesehen, daß diese Planungsleistung schon Schildbürger-Qualität hat, auch sie kostet wiederum unnötig eine Menge an Steuergeldern.

Wir meinen, daß eine Firma, die sich derartig viele Planungsfehler leisten würde, wie das RP dies tut, schon längst pleite wäre. Da ein Regierungspräsidium höchstens politisch pleite sein kann, ist dem verantwortlichen Chef des Hauses, Konrad Schroeder, eigentlich der vorgezogenen Ruhestand dringend zu empfehlen. Es dürfte dem Renommee seiner Behörde selbst in den Augen der wohlwollendsten Straßenbaubefürworter wenig nützen, daß er ankündigt, die B 31 zwischen Kirchzarten und Himmelreich demnächst dreispurig ausbauen zu lassen. Nach Himmelreich nämlich, durch Falkensteig hindurch und am Hirschsprung vorbei, bliebe die B 31 weiterhin zweispurig bis zur Löffeltalkurve, das Nadelöhr würde also lediglich ein paar Kilometer nach Osten verlegt. Der  früher einmal versprochene Falkensteigtunnel nämlich steht für Jahrzehnte nicht auf dem Bauprogramm des Bundes. Wirtschaftlicher und ökologisch sinnvoller wäre es, Schroeder würde die neuen Millionen statt in die B 31 in den Bau des zweiten Höllentalgleises stecken und den Menschen in Kappel und in Burg-Birkenhof danach einen neuen Bundesbahn-Haltpunkt bauen lassen.

Dies war das B-31-Info-Telefon für die Woche vom 15. bis 21. Dezember 1997. Am Montag, den 22. Dezember hören Sie unsere nächste Ansage.

Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544

V.i.S.d.P.:
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr. 41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 980028
 

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Letzte Änderung:  12.Dezember 1997