Dieser Text wir angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 25. August bis Sonntag, den 31. August 1997.
Es ist die 359. Ansage.
Die Ozonwerte sind in diesen Hitzetagen erschreckend hoch. Es ergehen
Warnungen, das Autofahren einzuschränken, anstrengende Radtouren und
sportliche Betätigung im Freien zu meiden.
Kinder und alte Menschen leiden besonders unter Ozon. Verursacher dieser
Giftgasbelastung ist der Autoverkehr. Will man künftig die Ozonwerte
niedriger halten, muß der Autoverkehr reduziert werden. Für
die Region um Freiburg kann man anhand des vom Bundesverkehrsministerium
prognostizierten Verkehrsaufkommens auf der neuen, vierspurigen B 31 schon
heute vorhersagen, daß die Schadstoffmengen erheblich zunehmen und
damit auch die Ozonwerte weiter ansteigen werden. Wer hier noch von einer
„umweltfreundlichen" Straße faselt, negiert objektiv nachprüfbare
naturwissenschaftliche Gesetze. In der Informationsschrift des Regierungspräsidiums
zum Thema Schadstoffe liest man folgendes: „Die Schadstoffbelastung im
Freiburger Osten wird sich durch den Bau der B 31 Ost insgesamt vermindern.
Allein schon durch die Tatsache, daß künftig in großem
Umfang Staus und Stop-and-Go-Verkehr wegfallen, verringert sich der Schadstoffausstoß
sowie der Ausstoß des gemeinhin für Klimaveränderungen
mitverantwortlichen CO2 durch Kraftfahrzeuge. Hinzu kommt, daß die
Schadstoffe durch die Neutrassierung insgesamt in weniger bewohnten Bereichen
austreten." Zitat Ende.
Halten wir folgendes fest: Eine Zunahme des Pkw-Verkehrs um rund 30 % und des Lkw-Verkehrs um 60 - 100 % kann nicht einhergehen mit einer Verringerung der Autoabgase. Eine Beschleunigung des Verkehrs wird nicht erfolgen, weil der Ebneter Stau mit Sicherheit nicht beseitigt, sondern nur in die Wiehre verlagert wird, wo übrigens erheblich mehr Menschen wohnen als in Ebnet. Die Tatsache, daß der Stadttunnel nicht gebaut wird, wird gerade im Zentrum Freiburgs - auf den Dreisamuferstraßen - eine gravierende Verschlechterung der Schadstoff- und Lärmsituation mit sich bringen. Am dramatischsten aber wird die Situation am Westportal des Schützenalleetunnels werden, wo sich rund 45.000 Autos aus dem Tunnel mit 25.000 Autos von der Schwarzwaldstraße oberirdisch treffen werden.
Auch aus diesem Grunde sind die Aktionsbündnisse weiterhin der Überzeugung, daß der SPD-Bundestagsabgeordnete Gernot Erler recht hatte, als er von der B 31 neu als „Verbrechen an Freiburg" sprach. Die bekannten Betonpolitiker tragen die volle Verantwortung für dieses Verbrechen. Die Bürgerinnen und Bürger werden daran bei den nächsten Wahlen denken.
Dies war das B-31-Info-Telefon für Montag bis Sonntag, 25. bis
31. August 1997. Wir melden uns wieder am Montag, den 1. September.
Die Ozonwerte sind in diesen Hitzetagen erschreckend hoch. Es ergehen
Warnung.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.:
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr.
41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 980028
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Letzte Änderung: 25.August 1997