Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 11. August
bis Sonntag, den 17. August 1997.
Es ist die 357. Ansage.
Eines der am häufigsten gebrauchten Argumente für den Bau der B 31 neu ist, diese Straße sei für die Wirtschaft der Region sehr wichtig. Ihr Bau käme dieser und damit der Beschäftigung zugute. Mit dieser Grundposition werden gewichtige Umwelt- und Landschaftsschutzargumente als nachrangig bewertet. Tatsächlich wird in der Wirtschaftswissenschaft diese These inzwischen angezweifelt. Zudem wird die hohe Transportintensivität vieler Güter auch des Massenverbrauchs sehr kritisch bewertet, da die ökologischen Folgekosten ebensowenig wie die tatsächlichen Infrastrukturkosten in die betriebsbezogenen Transportkosten eingehen. Wissenschaftler vom "Süddeutschen Institut für nachhaltiges Wirtschaften und Öko-Logistik" kommen in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, daß der Bau zusätzlicher Fernsstraßen die Konkurrenzfähigkeit regional orientierter Unternehmen eher untergräbt und so die Arbeitslosigkeit vor Ort sogar erhöhen kann. Dies gilt insbesondere für unsere Region, in der sich keine transportintensive Industrie befindet. Den Vorteil der neuen Straße werden also Betriebe außerhalb unserer Region haben, die dadurch im Wettbewerb mit den Unternehmen unserer Region langfristig obsiegen werden. Daß auch der Bau der Straße selbst keinen nennenswerten Arbeitsplatzeffekt haben wird, wird deutlich, wenn man weiß, daß ortsansässige mittelständische Unternehmen am Bau nicht oder höchstens als Subunternehmer der Großkonzerne beteiligt sein werden. Auch die Tatsache, daß Wohncontainer für mehrere hundert Bauarbeiter geplant sind, beweist, daß diese Arbeiter aus anderen Landstrichen oder anderen Staaten hierherkommen werden, der hiesige Arbeitsmarkt also nicht entlastet wird. Wer von Ihnen eine ausführlichere Darstellung der negativen Wirtschaftseffekte des Baus von Fernstraßen für die regionale Wirtschaft lesen will, den bitten wir, einen adressierten Briefumschlag und für 3,-- Mark Briefmarken zu senden an: Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Scheffelstr. 41, 79199 Kirchzarten. Wir schicken Ihnen dann die erwähnte Abhandlung zu. Dies war das B-31-Info-Telefon für Montag bis Sonntag, 11. bis 17. August 1997. Wir kommen wieder mit neuen Informationen am kommenden Montag, den 18. August.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.:
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr.
41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 980028
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Letzte Änderung: 18.August 1997