Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 30. Juni
bis Mittwoch, den 2. Juli 1997.
Es ist die 347. Ansage.
Die Geschichte von der Verteuerung des B-31-Neubaus, die wir in den letzten Tagen öffentlich gemacht haben, wurde im Kern vom Regierungspräsidium bestätigt. So ist in der Badischen Zeitung vom 28. Juni zu lesen: "Im Regierungspräsidium bestreitet man nicht, daß es Nachforderungen der Firmen gibt." Mit den Firmen ist das Baukonsortium, bestehend aus DYWIDAG, Züblin und Holzmann gemeint. Natürlich stellt sich die Frage, ob man nach einer europaweiten Ausschreibung, die zu dem Zuschlag für diese deutsche Arbeitsgemeinschaft führte, einfach einen neuen Baupreis vereinbaren kann, ohne damit die Rechtmäßigkeit des gesamten Ausschreibungsverfahrens zu gefährden. Offenkundig ist, daß es zwischen Ausschreibung und dem heute vorgesehenen Bauablauf erhebliche Unterschiede gibt, die letzten Endes auch der Grund für die 8-monatige Verzögerung des tatsächlichen Beginns der Bauarbeiten sind. Auch gibt es Hinweise darauf, daß in der jetzigen Planung die Entlüftung des Kappler Tunnels grundlegend geändert werden soll. Ist im Planfeststellungsbeschluß die Längsentlüftung genehmigt, so soll in Wirklichkeit eine Querentlüftung stattfinden. Wir haben dem Regierungspräsidium in einem Offenen Brief vom 28. Juni zur Bauplanung und den Baukosten 7 Fragen gestellt, deren öffentliche Beantwortung wir innerhalb von 2 Wochen einfordern. Von diesen Antworten machen wir es abhängig, ob wir gegen die Änderungen in beiden Bereichen politische oder rechtliche Schritte einleiten. Drei Terminhinweise noch: Die Dienstags-Demo - veranstaltet durch die Böhmischen Dörfer - findet statt am 1. Juli. Treffpunkt 18.00 Uhr vor dem Rathaus. Von dort ein Demonstrationszug zum Konrad-Guenther-Park. Im Zirkuszelt eine Filmvorführung, Life-Musik, Essen und ein spontanes Aktionstheater. Das Treffen der Arbeitsgruppe Dreisamtaltag im Gasthaus Waldsee verschiebt sich deshalb auf 20.00 Uhr. Am Mittwoch, den 2. Juli im Großen Hörsaal der PH im Rahmen der Ringvorlesung eine Gegenüberstellung von "Verkehrskonzepten der Zukunft" zwischen dem VCD-Vorsitzenden Berth Noeske und dem Leiter des Tiefbauamtes, Norbert Göbel. Beginn 18.15 Uhr. Dies war das B-31-Info-Telefon für Montag bis Mittwoch, 30. Juni bis 2. Juli 1997. Wir kommen wieder mit neuen Informationen am Donnerstag.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.:
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr.
41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 98 00 28
'Der Staat hat im Netz kein Gewaltmonopol. Er muß sich an Ohnmachtserfahrungen gewöhnen.' Staatsrechts-Prof. A. Rossnagel
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Letzte Änderung: 19.Februar 1997