Dieser Text wird angesagt im B-31-Info-Telefon von Montag, den 23. Juni
bis Mittwoch, den 25. Juni 1997.
Es ist die 345. Ansage.
Bernward Janzing, Redakteur der Badischen Zeitung, wurde wegen eines in der "Zeit" Nr. 21 vom 16. Mai abgedruckten Artikels zur B 31 neu fristlos gekündigt. Der Pressesprecher des Regierungspräsidiums hat in einem Leserbrief, den die "Zeit" am 13. Juni abdruckte, unter Bezugnahme auf den Artikel Janzings folgendes geschrieben: "Keineswegs sind die Freiburger wegen des Neubaus der B 31 Ost "auf der Palme", wie der einseitig recherchierte und teilweise grob falsche Bericht unter Berufung auf eine völlig unseriöse Umfrage ahnungslosen Lesern glauben machen möchte. Vielmehr will zweifellos die überwältigende Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner Freiburgs und seiner Umgebung den Bau dieser Straße, die für so viele Menschen so enorme Entlastungen bringen wird. Der Versuch, den inzwischen kaum noch ernsthaften Widerstand zu einer "Whylisierung" hochzustilisieren, ist absurd und lächerlich. Kein Ernstzunehmender in Freiburg sieht hier eine Parallele zu Wyhl. Die Straße wird planmäßig weitergebaut". (Ende des in der "Zeit" abgedruckten Briefes des RP). Diese Stellungnahme des RP bestätigt eines sehr deutlich: Der Herr Regierungspräsident lässt durch seinen Pressesprecher auch weiterhin Unwahrheiten verbreiten. Von enormen Entlastungen zu schreiben, ist schlicht eine Unverschämtheit angesichts der zusätzlichen Belastungen, die durch die vierspurige, autobahngleiche Trasse auf Freiburg zukommen werden. Herr Schroeder sollte endlich einmal die Prognosen für das Verkehrsaufkommen auf der neuen Trasse, wie sie das Bundesverkehrsministerium seit Jahren bekanntmacht, lesen. Er wagt es in unverschämter Ignoranz amtlicher Vorlagen immer noch, den Freiburgern vorzugaukeln, sie hätten trotz einer Verdoppelung des Autoverkehrs eine Verringerung der Abgas- und Lärmbelastung zu erwarten. Für wie dumm hält er eigentlich die Bürger? Die als "völlig unseriös" bezeichnete Umfrage von Greenpeace wurde übrigens als Telefonaktion durchgeführt und von der Badischen Zeitung bekanntgemacht, der man kaum besondere Unterstützung des Widerstandes gegen die B 31 neu unterstellen kann. Fast zwei Drittel der Teilnehmer an der Aktion wollten die Transitstraße durch Freiburg nicht haben. Und der Chef der Stadtredaktion der BZ, Rolf Müller, gestand immerhin zu, daß dieses Ergebnis "den Mobilisierungsgrad in Sachen B 31 Ost widerspiegelt". Barbarei hat einen Namen: B 31 neu. Dies war das B-31-Info-Telefon für Montag bis Mittwoch, 23. bis 25. Juni 1997. Wir kommen mit neuen Informationen wieder am Donnerstag.
Stets gut informiert durch das B-31-Info-Telefon: 07661 5544
V.i.S.d.P.:
Aktionsbündnisse gegen die B 31 neu, Reiner Ehret, Scheffelstr.
41, 79199 Kirchzarten, Tel. + Fax: 07661 98 00 28
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Letzte Änderung: 19.Februar 1997