Böhmische Dörfer GMBH,GEMEINSCHAFT MIT BAUMHÄUSERN

Kurzinformation zur Floßfahrt

Ziel: Mit der Floßfahrt von Breisach nach Bonn möchten die UmweltschützerInnen ein eindringliches Zeichen für eine Wende in der Verkehrspolitik setzen. Die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Verzicht auf Großprojekte im Verkehrsbereich stehen dabei im Vordergrund.

 

Dauer: Start: 14.02.97, Breisach;

 2 Wochen auf dem Rhein;

 Ende: 28.02.97, Bonn

 Fahrtroute: Von Breisach geht es in ca. 40 km langen Etappen den Rhein hinunter. Station machen die FloßfahrerInnen u.a. in Karlsruhe, Mannheim, Mainz und Koblenz. Ihre Fahrt für eine neue Verkehrspolitik führt sie durch zahlreiche Schleusen, vorbei an rheinischen Chemiefabriken oder aber am weltbekannten Loreleyfelsen. Die genauen Daten können aufgrund der unterschiedlichen Fließgeschwindigkeit des Rheins nicht genau angegeben werden. Sie können aber unter der Mobiltelefonnummer Tel.: (0171) 812 39 74 ständig abgerufen werden.

 Hintergrund: Die Idee zu dieser Floßfahrt entstand nach den andauernden Protesten gegen den Ausbau der Bundesstraße B 31 im Freiburger Osten. Exemplarisch kann man an Freiburg zeigen wie 1,5 Milliarden Mark für ein wenige Kilometer langes Straßenbauprojekt verplant werden. Ein flächendeckendes und leistungsfähiges Nahverkehrskonzept bietet sich als billige und zukunftsgerichtete Alternative schon heute an. Der Freiburger Bau wird durch das Baukonsortium privat vorfinanziert. Dies hat der Bundesrechnungshof bereits als verfassungswidrig eingestuft, in jedem Fall bemängelt er die erheblichen Mehrkosten von bis zu 30%. Gleichzeitig stehen die Straßenbauprojekte in der gesamten Bundesrepublik für eine Verkehrspolitik, die unvereinbar mit einer fortschrittlichen Umwelt- und Klimaschutzpolitik ist. Fin Gesamtkonzept für den öffentlichen Nahverkehr, das den Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad und Fußgängern gegenüber dem Auto bevorzugt, fehlt. Statt Maßnahmen zur Eindämmung des Autoverkehrs zu ergreifen, wird durch den Straßenbau Platz für immer neuen Autoverkehr geschaffen.

 Mit Argumenten des Wachstums, Fortschritts und aus der Arbeitsmarktpolitik verhindert Minister Wissmann eine Verkehrswende. So ist er mitverantwortlich, daß sich in Deutschland kein neues, umweltfreundliches und Verkehr vermeidendes Mobilitätsverhalten durchsetzt.

 Das Floß: Es handelt sich bei dem Floß um eine 15 Quadratmeter große Katamarankonstruktion. Auf der 6 x 2,5 Meter großen Holzplattform finden 7 Menschen Platz. Sie können das Floß mit Paddeln und einem Ruder steuern. Wahrscheinlich ist es unerläßlich, begleitend zur Strömung die ganze Zeit zu paddeln.

 Aktive: Sieben Aktive werden täglich his zu 10 Stunden mit dem Floß auf dem Rhein unterwegs sein. Bei dieser Fahrzeit und ständigem Paddeln stellt die Tour damit auch eine besondere sportliche Herausforderung an die Umweltschützerinnen und Umweltschützer. Sie werden parallel dazu von einer Fahrradtour am Ufer begleitet, um die Floßbesatzung auch ablösen zu können. Hier kann jeder die FloßfahrerInnen auf einem Stück ihrer Etappe begleiten.

 Die Aktivisten sind auf dem Floß per Telefon erreichbar: 0171/6410373

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 Letzte Änderung: 14.Februar 1997