Böhmische Zeitung

Nr. 004 / 1. Jahrgang, Dienstag, 25. Februar

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Die Böhmischen Dörfer: auf dem Boden, in den Bäumen, auf dem Wasser
Dem Widerstand Mut einflößen
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Am 15. Februar stach in Breisach eine Abordnung der Böhmischen Dörfer in See, beziehungsweise in den Rhein, um sich per Floß und in Begleitung eines Fahrradkonvois auf den Weg nach Bonn zu machen. Umweltfreundlich und medienwirksam machen sie so unterwegs auf den begonnenen Bau der B31 Ost neu aufmerksam und propagieren auf ihrem Banner die Verkehrswende: "Schiff und Bahn statt Straßenwahn". Rolf Böhme, Oberbürgermeister der umweltbewußten Stadt Freiburg, war persönlich erschienen, um der Besatzung der "Esperanza" viel Glück und gutes Gelingen zu wünschen. Schließlich ist das Floß unterwegs nach Bonn, um dort von Bundesverkehrsminister Wissmann die Verkehrswende einzufordern. Besatzung und Fahrradcrew bogen sich vor Lachen - war es doch nur einer der ihren, der als pappmaskierter Böhme vor der Sekttaufe des Floßes große Reden schwang. Den guten Humor würden die StraßengegnerInnen noch brauchen, doch zu dem Zeitpunkt ahnten sie noch nichts von platzenden Pontons, abtreibenden Paddeln und Schwimmwesten, überlasteten Fahrradanhängern, zusammenbrechenden Tandems, Eisregen und Sturm. Und daß sie ihr Floß aus verschiedenen Gründen gelegentlich auch würden ziehen müssen, "traideln" nennen sich das. Doch aller Widrigkeiten zum Trotz sind es jetzt nur noch zwei Tagesstrecken bis nach Bonn. Daß sie so weit gekommen sind, liegt nicht nur an ihrer Entschlossenheit, "wer sich nicht wehrt, hat schon verloren" notiert einer von ihnen im Floßtagebuch, sondern auch an der Unterstützung von außen. Umweltgruppen und Rudervereine entlang der Strecke ermöglichen die Übernachtungen, ein Autofahrer spendiert nach einem Unwetter eine Flasche Wein, immer wieder sind "PassantInnen" aus den Medien über das Vorhaben informiert und ermutigen die Reisenden. Manche reagieren auch panisch, wie der Werkschutz des AKW Biblis, der durch den Anblick der FlößerInnen und RadlerInnen in Sicherheitshektik versetzt wurde. Bleibt abzuwarten, was in Bonn geschehen wird, wenn grüne Bundestagsabgeordnete das Floß an Land ziehen und die StraßengegnerInnen sich zum Gespräch mit Wissmann begeben werden. Er muß sich dann vor den BotschafterInnen der Böhmischen Dörfer für seinen Einsatz für den Bau der B31 Ost neu und seine bundesweite Verkehrspolitik verantworten.

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Baumtaufe in der Schützenallee
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Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Sonntag, 9.02.97 die Schützenallee zur 'Baumschutzallee' umbenannt. Rund 50 Gegner der Straße fanden sich außerdem zusammen, um auch noch die Bäume der Schützenallee zu taufen. Die Namensgeber sind uns allen bekannt, ehemalige oder noch aktive Politiker, die bei Entscheidungen für die Straße gestimmt haben oder sich anderweitig für den Bau der B31 eingesetzt haben. So werden die Bäume nun geschmückt von Namen wie Herrn Schroeder, Herr Böhme, etc. und Herr Wissmann darf natürlich auch nicht fehlen.

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Holzmann Süd kopflos
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(duf) In diversen Zeitungen war´s zu lesen: der am Bau der B31 Ost neu beteiligte Baukonzern muß derzeit ohne seinen Vorstandsvorsitzenden Dieter Schneider auskommen. Er sitzt wegen des Verdachts des mehrfachen Betrugs in Untersuchungshaft. Er soll durch Preisabsprachen mit anderen Baufirmen im Vorfeld von Großaufträgen (Ausbau des U-Bahnnetzes in München, Autobahnbau und Errichtung von öffentlichen Gebäuden) den Wettbewerb der Ausschreibungen umgangen haben. Der Gesamtschaden, der der Allgemeinheit dadurch entstand liegt in der Größenordnung von 30 Millionen. Die Konzernleitung betont allerdings ausdrücklich, daß die Betrugsvorwürfe sich auf die Zeit vor seiner Tätigkeit bei Holzmann bezögen und nichts mit ihrer Geschäftstätigkeit zu tun hätten. Na hoffentlich.

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Aktionswoche auf der Schützenallee: Mit bunter Farbe gegen grauen Asphalt
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Freiburg (döf) Zum zweiten Mal kündigte das Regierungspräsidium den Baubeginn der B 31-Ost an. Die StraßenbaugegnerInnen antworteten in der letzten Woche mit einer bunten Mischung aus Kultur und Informationveranstaltungen. Doch jetzt kann von Schützen"allee" keine Rede mehr sein. Die letzte Dienstags-Demo endete zur Verwunderung der anwesenden Polizei nicht im Konrad-Guenther-Park, sondern bereits in der Schützenallee. Angesichts der bevorstehenden Bauarbeiten in der Schützenallee ist das Zirkuszelt auf eine Grünfläche in der Höhe von Maria Hilf umgezogen. Mit der Demo wurde eine Aktionswoche unter dem Motto "Schützt die Allee" eingeläutet. Mit einer bunten Mischung aus Kultur und Information informierten die Böhmischen Dörfer die Bevölkerung an den darauffolgenden Abenden über die aktuelle Sachlage zur B 31-Ost. Am Samstag, dem 15. Februar gab es ein Straßenfest in der Schützenallee, bei dem die Bäume mit umweltverträglichen Farben angemalt wurden. Das schlechte Wetter lockte jedoch tagsüber nur wenige Menschen in die Schützenallee. Am Abend füllte sich das Zelt als die Gruppen "Grandma`s Applepie" und "Blue Yellow Drive" live aufspielten. Am darauffolgenden Montag hatte das Zelt wieder zu verschwinden - es wird im Park neu aufgebaut. Und am vergangene Mittwoch schafften die Straßenbauer dann Tatsachen: Motorsägen und Polizei gegen Alleebäume und BaumschützerInnen - das bekannte Bild, nur in viel kleinerem Rahmen. Die Schützenallee wurde abgeholzt. Reiner Ehret, der Sprecher der Aktionsbündnisse, hofft, daß der Schuß für das Regierungspräsidium nach hinter losgegangen ist: "Das kann teuer werden. Schließlich wird in diesen Tagen eine Klage an das Verwaltungsgericht Freiburg gehen, mit dem Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung gegen den Baubeginn.". Ein ehemaliger Vergleichskläger protestiert damit gegen die vorgelegte Baudurchführung, die nicht vergleichskonform sein soll.

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Wir sind empört
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"Alles fließt", sagte schon Heraklit (wir berichteten) und auch die Unruhestifter in Freiburg scheinen sich diesen Grundsatz zu eigen gemacht zu haben - flößen sie doch derzeit recht archaisch den Rhein hinunter. Doch wer hofft, daß dadurch Wandbeschmierer aufs Wasser verbannt sind, sieht sich - wieder einmal - getäuscht. Die Zahl der Parolen an den Wänden unserer Häuser nimmt von Woche zu Woche zu - und macht natürlich auch vor offiziellen Schildern nicht halt: "Schützt die Allee" verkündet ein Bettlaken, das zuerst widerrechtlich über dem Bauschild am Eingang der Schützenallee hing, dann einen Alleebaum zierte. An den Pranger gestellt, quasi an den nächsten Straßenbaum gehängt, wurden die Gemeinderäte, die sich immer für den Bau der B 31 Ost neu eingesetzt haben. Kriminalisiert werden alteingesessene Bürger unserer Stadt - dabei haben diese ehrenwerten Damen und Herren doch nur ihre Pflicht getan. Und nun hängen Schilder mit ihren Namen an den Bäumen der Schützenallee. Das Faß zum Überlaufen brachte die "Malerei" in der Schützenallee, denn dabei wurden nicht nur Baumstämme beschmiert, sondern auch die rosafarbenen Bau- Markierungen dergestalt vervielfältigt, daß eine Orientierung für die Bauleute kaum noch möglich ist. Als Segen darf es nun erscheinen, daß die Bäume gefällt und der damit verbundene Unruheherd dadurch beseitigt ist. Bleibt das Sprüchle zum Wochenende, es stammt von Georg Faller, dem letzten Flößer des Kinzigtals, und soll uns allen Mut machen: " 's goht dr Bach na". N.Trüstet

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Kommentar: Bungee Jumping für den Frieden
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...Alaskadurchquerung gegen das Ozonloch oder eine Floßfahrt auf dem Rhein, um beim Minister die Verkehrswende einzufordern. Große Freude bei den Spöttern, läßt sich die Floßtour der Böhmischen Dörfer doch herrlich als Beispiel für aufwendigen Aktivismus, Pressegeilheit und Ökoindianertum vorführen. Und sie mögen damit gar nicht so unrecht haben. Doch in der Floßtour steckt noch mehr. Allein die ursprüngliche Idee auf den Stämmen der gefällten Parkbäume nach Bonn zu flößen hat eine Symbolik, der sich nur wenige entziehen können. Auf die Presse als Mittel der Meinungsbildung und zur Erzeugung politischen Drucks können die StraßengegnerInnen nicht verzichten - durchaus angemessen also, den überregionalen Medien wieder Anlaß zur spektakulären Berichterstattung zu geben. Überregional sollte auch das Anliegen der Böhmischen Dörfer sein, schließlich steht die B 31 Ost neu exemplarisch für eine bundesweit verfehlte Verkehrspolitik, Wissmann läßt nicht nur im Breisgau Straßen bauen. Und schließlich ist es für alle ermutigend, ein scheinbar unlösbares Vorhaben gelingen zu sehen - und die Ermutigung haben alle nötig.

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-------------------- Rückblick - Folge IV --------------------

Nach einer eingehenden Analyse von verschiedenen Trassen kam das Tiefbauamt zu dem Ergebnis, daß das Gesamtkonzept B 31-Ost neu/Stadttunnel in städtebaulicher, verkehrlicher und bautechnischer Sicht schlüssig sei. 1984 wurde das formelle Planungsverfahren, nach der Akzeptanz des Planfeststellungsbeschlusses durch das Regierungspräsidium beendet. Aber das war noch nicht der Anfang des Baubeginns, denn jetzt blieben als letzte Möglichkeit noch die gerichtlichen Auseinandersetzungen. Eine verwaltungsrechtliche Klage kann in diesem Fall nur von Grundstückseigentümern oder von Personen gestellt werden, die von der stärkeren Lärmbelästigung betroffen sind. Immerhin fanden sich 50 KlägerInnen. Der Weg durch die Instanzen begann. Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim jedoch war anderer Meinung und bescheinigte ein sorgfältiges Vorgehen bei der Planung. Die nächst höhere Instanz, das Bundesverwaltungsgericht in Berlin kam zu dem Schluß, daß die Urteile aus Mannheim auf einem Verfahrensfehler beruhen.

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Lahrer BürgerInnen wollen endlich Ruhe
Post sorgt für schlaflose Nächte
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Lahr (duz). Die Betreiber des Lahrer Flugplatzes, die Städte Lahr, Freiburg und Offenburg sowie die IHK haben die Genehmigung zur Durchführung von Nachtflügen beantragt. Mehrere betroffene Anliegergemeinden versuchen das mit Einsprüchen beim zuständigen Regierungspräsidium Freiburg zu verhindern. Als im vergangenen Jahr Freiburg über den Fortbestand seines Flugplatzes abstimmte, war eine der Möglichkeiten über die diskutiert wurde, die Verlagerung des Flugbetriebs nach Lahr. Die Anliegergemeinden des dortigen Geländes waren entsetzt über solche Vorschläge, hatte sich doch ihre Belastung durch Lärm und Schadstoffe erst kurz zuvor durch den Abzug der Kanadier endlich reduziert. Jetzt hat die Betreibergesellschaft des Flugplatzes die Genehmigung von Nachtflügen beantragt. Die Post möchte täglich 15 Tonnen Briefpost über den Lahrer Flugplatz abwickeln und dazu bis zu dreimal nachts dort ein Frachtflugzeug landen und starten lassen. Zu diesem Zweck müßte die Tonnagebegrenzung für den Flugbetrieb erhöht werden. Die "Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr" und einige der Gemeinden im Umland des Fluggeländes befürchten, daß damit der Einstieg zum dauerhaften Nachtflugbetrieb geschaffen wird. Sie sind nicht bereit, ihre Nachtruhe und Gesundheit von diesen Plänen gefährden zu lassen. Deshalb haben sie zahlreiche Einsprüche gegen die Erteilung der Genehmigung erhoben. Die Betreiber argumentieren mal wieder mit zu erwartenden Arbeitsplätzen und dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung für die Region. Nebenbei versprechen sie sich davon auch beträchtliche Einnahmen. In einem von ihnen in Auftrag gegebenen Lärmschutzgutachten wird behauptet, eine bis zu sechsmalige Störung der Nachtruhe durch 75 Dezibel Beschallung sei unbedenklich (das entspricht dem Lärm, der in einer Wohnung durch einen in 10m Entfernung vorbeifahrenden Lkw erzeugt wird fragen Sie einmal eine AnwohnerIn der B 31 Ost...). Die Aufwachschwelle wird mit 65 dB angegeben. In Schuttern würde die Belastung gar bei 84 dB liegen, sechs mal in der Nacht. Am 5.März wird das Regierungspräsidium die Anhörung zu den Einsprüchen in Lahr abhalten. In einer Halle der Betreibergesellschaft des Flugplatzes, selbstverständlich neutral, wie immer um das Wohl der Bürger besorgt.
Kontakt: R. Kuhlen, 07821-67644

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------------ Leserinbrief ------------

Warum die Dienstags-NO-STREETS-Partys so brav sind...-...und warum sie es auch bleiben sollen! Als wir nach der Räumung und Fällung des Konrad-Guenther-Parks mit den wöchentlichen Demos anfingen, wollten wir einen legalen Rahmen schaffen, bei dem jedeR "Bürgerliche" mitmachen sollte - in der Gewißheit, sich damit nicht strafbar zu machen! Daneben sollte es "Nadelstich-Aktionen" geben, illegal oder auch nicht, Aktionen, die nicht unbedingt genehmigt werden würden, wenn mensch sie anmeldet. Nach wie vor bin ich der Meinung, daß wir jede Menge Aktionen machen sollten, von Straßenblockaden bis Faxe an die Baufirmen schicken, von BZ abbestellen bis BöZet lesen und und und! Ich finde es völlig in Ordnung, 'ne Demo auf der Schwarzwaldstraße zu machen - nur: Nicht im Rahmen der Dienstags-Demo!!! Wenn wir nämlich wirklich immer mehr werden wollen, müssen wir unsere Versprechen halten. Wenn wir den "Bürgerlichen" erzählen, "da gibt's eine Demo für alle, wo nichts Illegales passiert" dann sollten wir dazu auch stehen. Lieber eine legale Demo für alle machen und dazu noch jede Menge andere Sachen, die mensch dann in und mit der eigenen Gruppe macht! Ellen Koppitsch

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Kurzinterview Performance in Eiche:
Angst vor einem Kunstwerk?
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Vor einigen Wochen bewegten StraßengegnerInnen mit Hilfe von Holzrollen, Seilen und Menschenkraft eine mehrere Tonnen schwere Eichenskulptur von der Umwelt- und Projektwerkstatt vor das Regierungspräsidium (wir berichteten). In den Stamm der Eiche, die zu den gefällten Bäumen des Konrad-Guenther-Parks gehört, hatte die Bildhauerin Karin Michaelis Reifenspuren gesägt. "Verbrechen" nennt sie ihr Kunstwerk.
Die BöZet sprach mit der Künstlerin.

Wie bist Du auf die Idee mit der Eichenskulptur gekommen?
Michaelis: Ich wollte schon länger das Thema Umwelt und Verkehr künstlerisch umsetzen. Die konkrete Idee zur Skulpturperformance "Überfahrene Eiche" kam mir nach einer Diskussion in der Umwelt- und Projektwerkstatt.

Ist der Begriff "Verbrechen" nicht etwas reißerisch?
Michaelis: Reißerisch mußte der Titel schon sein, um in den Köpfen der Freiburger etwas zu bewirken, die die Tatsachen immer noch zu gern verdrängen wollen.

Was für ein Gefühl war es, öffentlich mit der Motorsäge in den riesigen Eichenstamm Spuren zu sägen? Gab es Assoziationen mit dem Tag der Räumung?
Michaelis: Da ich mir für diesen besonderen Baum die Performance ausgedacht hatte, war es leichter für mich, ihn mit der Kettensäge zu bearbeiten. Die Skulptur ist zum politischen Kunstwerk geworden, welches vielleicht am Nichtbau der Autobahn mit beteiligt ist. Eine schönere Würdigung für den Baum kann ich mir nicht denken.

Was ging Dir am Tag der Aktion durch den Kopf?
Michaelis: Die ganze Zeit habe ich gedacht, es klappt so klasse und alle arbeiten so Hand in Hand, daß gar nichts mehr schief gehen kann. Es war ein ganz tolles Gefühl - so als könnte man ALLES bewegen.

Das Kunstwerk stand einige Tage vor dem Regierungspräsidium. Was erhoffst Du Dir davon?
Michaelis: Meine Hoffnung ist, daß dieses Kunstwerk Mut macht und in den Köpfen der Menschen, die es gesehen haben, doch ein Umdenken bewirkt - und zeigt, es ist noch nicht zu spät. Noch nicht.

Wie hat Dir die Aktion gefallen?
Michaelis: Die Aktion selber war total gut. Nicht gefallen hat mir, wie die Presse die Kunstaktion totgeschwiegen hat. Schade fand ich es auch, daß die Stadt die Schenkung abgelehnt hat. Soviel Angst vor einem Kunstwerk habe ich noch nicht erlebt.

Versuchst Du öfters, politische Einstellung mit künstlerischer Arbeit zu kombinieren?
Michaelis: Eigentlich nicht. Doch wenn ich sehe, daß meine künstlerische Arbeit auch politisch etwas bewirken kann, dann würde ich es wieder tun.

Die BöZet organisiert Dir eine Aktionsfläche vor Böhmes Villa. Welches Kunstwerk würdest Du dort gerne aufstellen. Und wie würdest Du es nennen?
Michaelis: Aus der Straße vor dem Haus würde ich einen Autobahnzubringer machen, mit entsprechenden Schildern - ein Name würde sich erübrigen.

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--------- Impressum ---------
V.i.S.d.P.:
Jürn Sanders
Kontakt über: Umwelt- und Projektwerkstatt
HabsburgerInnenstr.9
79104 Freiburg
Tel.: 0 76 1 / 55 40 83
Fax: 0 76 1 / 55 40 84
E-mail: UMWELTWERKSTATT@3LANDBOX.comlink.apc.org

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Weitere Kontaktmöglichkeiten im Netz
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BÖHMsche Dörfer GmBh (Gemeinschaft mit Baumhäusern)
E-mail: tree-camp@3landbox.comlink.apc.org

Aktionsbündnis gegen die B31 Ost neu
E-mail: reiner.ehret@metronet.de (Sprecher der Aktionsbuendnisse)

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 Letzte Änderung: 25. Februar 1997